- 25.10.2010, 11:47:46
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IG Pflege: Sparmaßnahmen treffen die Schwächsten unserer Gesellschaft
Kürzungen beim Pflegegeld wirken sich auf Sachleistungen aus
Wien (OTS/IG Pflege) - Die Bundesregierung hat im Rahmen der
Budgetkonsolidierung Sparmaßnahmen primär bei Familien und
pflegebedürftigen Personen angesetzt. Künftig soll der Zugang zu den
Pflegestufen eins und zwei erschwert werden: Die Verschärfungen sehen
vor, dass für Stufe eins künftig 60 Stunden pro Monat Pflegebedarf
statt wie bisher 50 nötig sind und für Stufe zwei 85 statt 75. "Bevor
man anfängt, bei den betroffenen Menschen - Pflegebedürftigen und
ihren Angehörige - zu sparen, soll dafür Sorge getragen werden, dass
vorhandene Synergien bei der Verwaltung genutzt werden", so Birgit
Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender
Angehöriger. Ein Rechnungshofbericht vom Februar 2010 zeigt, dass es
bei der Vergabe des Pflegegeldes 280 verschiedene Stellen in ganz
Österreich gibt. "Hier sollte zunächst einmal eine
Strukturbereinigung erfolgen", ist Meinhard-Schiebel überzeugt.
Weiters darf nicht vergessen werden, dass die Pflegeeinstufung
Auswirkungen auf Sachleistungen hat. Es geht dabei beispielsweise um
Gelder aus Unterstützungsfonds für Demenzerkrankte, Antrag auf
24-Stunden-Betreuung und in manchen Bundesländern sind auch mobile
Dienste an die Pflegestufe gebunden. "Mit diesen Sparmaßnahmen trifft
man nicht nur die Pflegebedürftigen selbst, sondern auch ihre
Angehörigen - Lebenspartner, Kinder und Enkelkinder - die so
wertvolle Arbeit leisten", ist Meinhard-Schiebel überzeugt.
Die Interessengemeinschaft will pflegende Angehörige als
gesellschaftspolitisch relevante Gruppe etablieren, um bei der
Weiterentwicklung förderlicher Rahmenbedingungen für Pflege und
Betreuung mitzuwirken.
Rückfragehinweis:
Birgit Meinhard-Schiebel Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger mail: [email protected] www.ig-pflege.at tel: +43 664 831 74 08
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