• 19.10.2010, 14:47:41
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Ärztekammer protestiert gegen Budgetkürzungen an der MUW

Einsparungen gefährden Arbeitsplätze und optimale Patientenversorgung

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Protesttags der
österreichischen Universitäten sprach sich der Vizepräsident und
Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, Thomas
Szekeres, vehement gegen die geplanten Mittelkürzungen an der Wiener
Medizinischen Universität aus. ****

Mit der Budgetkürzung seien 180 Arbeitsplätze gefährdet, die
hauptsächlich Arztinnen und Ärzte im wissenschaftlichen Bereich
betreffen -
"mit der Folge, dass Tausende Studenten in Zukunft suboptimal
ausgebildet und unterrichtet werden, weniger geforscht werden kann
und auch die Patientenversorgung zwangsläufig massiv darunter leiden
muss", warnt Szekeres.

Eine weitere Ausdehnung der Arbeitszeit der Mitarbeiter der
Medizinischen Universität Wien, die schon jetzt eine
durchschnittliche Arbeitszeit von 70 Wochenstunden bewerkstelligen
müssten, kommt laut Szekeres nicht im Frage: "Die Mitarbeiter sind
bereits in hohem Maße burn-out-gefährdet. So kann es nicht
weitergehen"

Szekeres sieht als drohende Konsequenz aus der möglichen
Einsparung von 180 Dienststellen, dass Routineleistungen der
Universität gestrichen werden müssten, "was unweigerlich zulasten der
Patientinnen und Patienten fallen würde". Und vor allem: "Wo sollen
wir beginnen? Bei den Transplantationen? Bei den Operationen? Oder
einfach bei den Ambulanzleistungen?"

Szekeres bezeichnete die aktuelle Spar- und Reduzierungsdebatte
wörtlich als "Budgetkeule der Regierung in Richtung Universitäten".
Von der Politik fordert er eine rasche Aufstockung der Budgets der
medizinischen Universitäten in Österreich, um nicht den
Forschungseifer und die Zukunftssicherung zu gefährden. Szekeres:
"Von einem der reichsten Länder der Welt erwarte ich mir eine
adäquate staatliche Forschungsförderung sowie einen adäquaten Beitrag
für die Aufrechterhaltung des vollen Betriebs der MUW und des AKH."
(ec)

Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at

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