- 19.10.2010, 10:28:37
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AktionsGemeinschaft zu Uni-Vollversammlungen: Uns reicht's!
AktionsGemeinschaft unterstützt Bildungsvolksbegehren der ÖH Innsbruck
Wien (OTS) - Die AktionsGemeinschaft, die größte
Studierendenfraktion des Landes, wird sich an den für heute
anberaumten Univollversammlungen beteiligen und sieht nun die
Regierung einmal mehr unter Zugzwang: "Wie viele Experten müssen noch
vor einer drohenden Finanzmisere der Universitäten warnen und wie
viele Studierende und Rektoren müssen noch in Vollversammlungen ihren
Unmut kundtun, bis die Bundesregierung endlich aktiv wird und die
notwendigen Schritte zur Rettung der heimischen Unis einleitet? Wenn
heute in den österreichweiten Vollversammlungen das Feuer des
Protests auflodern wird, dann geschieht das ausschließlich wegen der
andauernden Untätigkeit der Bundesregierung und ihrer Ignoranz
gegenüber den Studierenden", kommentiert Jan-Philipp Schifko,
Bundesobmann der AktionsGemeinschaft, die heutigen
Univollversammlungen.
Da von Seiten der Politik anscheinend kein Interesse an einer
Lösung der Universitätsmisere besteht, ist es nun für die
Studierenden an der Zeit, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und
die heimische Universitätspolitik aus ihrem Dornröschenschlaf zu
wecken. Die AktionsGemeinschaft nennt als Beispiel für eine sinnvolle
Maßnahme das von der ÖH Innsbruck gemeinsam mit anderen von der
AktionsGemeinschaft dominierten Hochschülerschaften initiierte
Bildungsvolksbegehren: "Neben der Verbesserung des Stipendiensystems
brauchen wir endlich die im Volksbegehren geforderte Ausfinanzierung
der Universitäten. Während etwa in Deutschland die Bildungsausgaben
sogar in der Krise erhöht werden, zählt bei uns ein
Prestige-Bauprojekt wie der Koralmtunnel anscheinend mehr als die
Zukunft der kommenden Generation", kritisiert Schifko die Prioritäten
der heimischen Politik.
Enttäuscht zeigt sich die AktionsGemeinschaft über die
Tatenlosigkeit der ÖH-Exekutive, die weder selbst für eine
Verbesserung der Universitäten aktiv geworden ist, noch ihrem
Anspruch als Vertreterin der Studierendeninteressen gerecht wird:
"Die amtsmüde Bundes-ÖH hat sich anscheinend bereits in den
bildungspolitischen Winterschlaf verabschiedet. Wenn auf
Bundesvertretungssitzungen zwar stundenlang über das Fremdenrecht,
jedoch keine Sekunde über die inhaltliche Zielsetzung der
Vollversammlungen diskutiert wird und einzelne ÖH-Gruppen mit der
Organisation eines Bildungsvolksbegehren die Arbeit der Exekutive
übernehmen müssen, dann zeugt dies von einem dringend notwendigen
Wechsel der Vertretung der über 300.000 Studierende in diesem Land",
kritisiert Schifko die linke ÖH-Führung.
Rückfragehinweis:
Stephan Mlczoch
Pressesprecher der AktionsGemeinschaft
Tel.: 0664 7676031
Mail: [email protected]
Web: www.aktionsgemeinschaft.at
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