• 19.10.2010, 09:29:24
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Kostenwahrheit bei Medikamente - BILD

Der Hauptverband rechnet vor: Originale, bei denen bereits das Patent abgelaufen ist, sind durchschnittlich um 2,87 Euro teurer als Generika.

Wien (OTS) - Der Hauptverband rechnet vor: Originale, bei denen
bereits das Patent abgelaufen ist, sind durchschnittlich um 2,87 Euro
teurer als Generika. "Der einzige Unterschied zwischen Generikum und
Original ist der Preis", so Bernd Leiter, Obmann des Österreichischen
Generikaverbandes: "Das Beispiel Salzburg zeigt, wie wichtig der
Einsatz von Generika für die Finanzierbarkeit ist. Bei gleich
bleibender Therapiequalität sanken die Ausgaben für Medikamente."

Entgegen den immer wiederkehrenden Behauptungen, ersetzbare
Erstanbieter seien nach der dritten Preissenkung gleichpreisig mit
Generika, beweisen die Fakten ein anderes Bild. Generika kommen nicht
nur schon zum halben Preis in den Markt, sondern senken
kontinuierlich und nachhaltig ihre Preise weiter. Der Preisabstand zu
den Erstanbietern vergrößert sich, wie die Hauptverbandszahlen (2007
bis 2009) belegen. Patentfreie Medikamente kosten um 2,87 Euro mehr
pro Verordnung. Bei fast 36 Millionen Verordnungen in diesem Bereich
für die Kassen ein Argument pro Generika.

Salzburg erfolgreich mit Generika

Salzburg setzt seit Anfang dieses Jahres auf Generika. Dem Arzt
ist frei gestellt, aus dem großen Angebot von Generika das passende
Präparat für seinen Patienten auszuwählen. Besonders für chronische
Patienten ist es wichtig, dass sie beständig das gewohnte Medikament
verordnet bekommen. "Ein Austausch unter Generika bringt den Kassen
nicht viel: würden beispielsweise Generika, deren Preisunterschied
oftmals nur im 5-Cent-Bereich liegt, untereinander ausgetauscht,
können bei 1000 Patienten maximal 50 Euro, meist weniger, eingespart
werden. Bei einem Wechsel von patentfreien Originalen auf Generika
können bei der gleichen Anzahl von Patienten 2870 Euro lukriert
werden", so Leiter: "Mit dem Preisunterschied von 2,87 Euro zwischen
Generikum und patentfreien Original ist es in Salzburg möglich, die
Kostensteigerung nicht nur zu dämpfen sondern insgesamt zu senken."
Der Generikaanteil in den Medikamentengruppen, in denen Generika zur
Verfügung stehen, beträgt mittlerweile 62 Prozent. Salzburg ist damit
laut SGKK österreichweit führend bei der Verschreibung von Generika.

Konkurrenz durch Generika

In Österreich regelt der EKO (Erstattungskodex) bis zum
Markteintritt des dritten Generikums die Arzneimittelpreise. Danach
beginnt der Wettbewerb zwischen den Generikaanbietern, was die Preise
nachweislich weiter nach unten sinken lässt, wie die jüngsten Zahlen
des Hauptverbandes zeigen. Der Preisabstand zu den Erstanbietern
vergrößert sich. Ein patentfreies Originalmedikament kostet
durchschnittlich 13,24 Euro, ein Generikum 10,36 Euro.

60 Milliarden Einsparungen in der EU

Über die Hälfte der gesamten EU Arzneimittelverordnungen sind
generisch. Mit Generika-Verordnungen werden EU-weit
Gesamteinsparungen in der Höhe von 60 Milliarden Euro generiert.
Generika als reine Preisdrücker zu bezeichnen, greift aber zu kurz.
Die europäische Generikaindustrie wird zunehmend innovativer, sodass
mittlerweile sieben Prozent der Einkünfte in Forschung und
Entwicklung fließen (2007). Investiert wird zudem in
Weiterentwicklungen von Produkten, wie beispielsweise
patientenfreundliche Darreichungsformen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Österreichischer Generikaverband (OEGV)
Mag.(FH) Waltraud Janisch-Lang MAS, Pressestelle
Mobile: +43(0) 650/544 92 92, Fax: +43(0)1 544 92 91
E-Mail: [email protected]
Homepage: http://www.generikaverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GEN

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