• 19.10.2010, 09:00:17
  • /
  • OTS0026 OTW0026

CEOs: In zehn Jahren gehört Nachhaltigkeit zum Kerngeschäft

Studie von Accenture und UN Global Compact: Finanzkrise hat Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften geschärft

Wien (OTS) - Ohne Nachhaltigkeit kein Unternehmenserfolg. Auf
diese Formel lassen sich die Ergebnisse der weltweit größten Umfrage
unter CEOs zum Thema Nachhaltigkeit bringen. So gehen 93 Prozent der
befragten Top-Manager davon aus, dass Nachhaltigkeit ihr Kerngeschäft
in den kommenden Jahren wesentlich prägen wird. Für die Studie "A New
Era of Sustainability" hat Accenture im Auftrag des UN Global Compact
766 Unternehmensschefs befragt, darunter 439 aus Europa.

Befürchtungen, der Kampf gegen die Folgen der Weltwirtschaftskrise
gehe zu Lasten einer nachhaltigen Unternehmensführung, haben sich als
unbegründet erwiesen. Im Gegenteil: Für vier von fünf Befragten (80
Prozent) hat die Finanzkrise die Bedeutung von Nachhaltigkeit weiter
erhöht. Während 2007 noch die Hälfte der befragten Top-Manager angab,
Fragen der Nachhaltigkeit seien bereits Teil der Firmenstrategie,
sind es mittlerweile 81 Prozent. "Dass nachhaltiges Wirtschaften
eminent wichtig für die Zukunftschancen eines Unternehmens ist, haben
mittlerweile fast alle Vorstandschefs erkannt", sagt Klaus Malle,
Country Managing Director von Accenture Österreich. "Greenwashing
kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten. Nur wer Nachhaltigkeit
auf Dauer in sein Kerngeschäft integriert und seine Kunden für das
Thema begeistert, wird langfristig davon profitieren."

Für viele scheint diese Aufgabe gewaltig: Mit 49 Prozent
betrachtet knapp die Hälfte der CEOs die Umsetzung einer
Nachhaltigkeitsstrategie über alle Unternehmensbereiche hinweg als
größte Herausforderung, gefolgt von konkurrierenden strategischen
Prioritäten (48 Prozent). Aus ihrer Sicht müssen zur vollständigen
Integration von Nachhaltigkeit in das Kerngeschäft fünf wesentliche
Voraussetzungen erfüllt sein:

- ein größeres Konsumenteninteresse, um den Markt für nachhaltige
  Produkte zu stärken
- die Weiterbildung von Management, Mitarbeitern und zukünftigen
  Führungskräften im Umgang mit der Thematik
- ein besseres Verständnis bei Investoren für den Wert von
  Nachhaltigkeit 
- die Messbarkeit der Leistung in Sachen Nachhaltigkeit 
- eindeutige gesetzliche Vorgaben und gleiche Wettbewerbsbedingungen

Während in Asien, Südamerika und Afrika 97 beziehungsweise 98
Prozent der Befragten Nachhaltigkeit als wichtig oder sehr wichtig
einstufen, sind es in Europa mit 93 Prozent und Nordamerika mit 90
Prozent etwas weniger. Nur Unternehmen im Nahen Osten und Nordafrika
hinken mit 79 Prozent hinterher. Nach Branchen aufgeschlüsselt, will
sich kein einziger Autobauer dieser Entwicklung entziehen (100
Prozent). In der Konsumgüterindustrie halten 98 Prozent
Nachhaltigkeit für wichtig oder sehr wichtig, gefolgt vom
Bankensektor mit 97 Prozent, bei den Energieunternehmen sind es
immerhin 94 Prozent.

Motive für nachhaltiges Wirtschaften

Nach den Motiven befragt, nachhaltige Strategien in Unternehmen zu
stärken, führen 72 Prozent der CEOs vor allem die Markenpflege,
Vertrauen und Ansehen an. Bereits an zweiter Stelle stehen
Umsatzpotenzial und Kostensenkung (44 Prozent); ebenfalls relevant
sind Mitarbeitermotivation (42 Prozent) und Erwartungshaltung der
Kunden (39 Prozent). Indes geben nur 12 Prozent der Befragten an, auf
Druck der Aktionäre zu handeln. Nach den drei wichtigsten
Einflussfaktoren gefragt, stehen an erster Stelle Kunden (58
Prozent), gefolgt von Mitarbeitern und gesetzlichen Vorgaben (jeweils
39 Prozent). 34 Prozent der CEOs hingegen glauben, dass die
Finanzmärkte nachhaltige Unternehmensziele zu wenig anerkennen.
"Diese Frustration ist zwar berechtigt, aber zu gewissen Teilen auch
hausgemacht", sagt Klaus Malle. "CEOs sind gut beraten, wenn sie ihre
integrierte Nachhaltigkeitsstrategie transparenter machen und besser
mit den für Investoren wichtigen Finanzkennzahlen verknüpfen."

Danach gefragt, wie schnell nachhaltige Elemente ins Kerngeschäft
umgesetzt werden können, erwarten 44 Prozent, dass sich der
Paradigmenwechsel innerhalb von fünf bis zehn Jahren realisieren
lässt. Besonders optimistisch geben sich die nordamerikanischen CEOs
(62 Prozent). Skeptischer stehen die Europäer da (55 Prozent. Etwas
zögerlicher geben sich Firmenchefs im Nahen Osten und Nordafrika (43
Prozent).

Weitere Studienergebnisse:

- Wenn es angesichts globaler Megatrends um die Frage nach den
vordringlichsten Herausforderungen für den künftigen
Unternehmenserfolg geht, führen CEOs vor allem die Themen Bildung
(72 Prozent), Klimawandel (66 Prozent) und Armutsbekämpfung (51
Prozent) an.
- 78 Prozent der CEOs wollen künftig stärker auf multilaterale
Zusammenarbeit setzen, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen - etwa
in Form von Partnerschaften mit NGOs und Zulieferern.
- 91 Prozent der Unternehmenschefs gehen davon aus, dass neue
Technologien schon innerhalb der kommenden fünf Jahre eine
zentrale Rolle dabei spielen werden, um nachhaltige Ziele zu
verwirklichen.

Über UN Global Compact:

Die im Jahr 2000 ins Leben gerufene Initiative Global Compact (GC)
der Vereinten Nationen fordert Unternehmen weltweit dazu auf, ihre
Strategien und Geschäftsmodelle an zehn Prinzipien aus den Bereichen
Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz und
Korruptionsbekämpfung auszurichten und die Ziele der Vereinten
Nationen zu unterstützen. Der UN Global Compact ist mit 8.200
Unterzeichnern aus 135 Ländern die weltgrößte
Corporate-Responsibility-Initiative. Die Internetadresse lautet:
www.unglobalcompact.org.

Über Accenture Sustainability Services:

Accenture Sustainability Services unterstützt Unternehmen darin,
substanzielle ökonomische, ökologische und soziale Verbesserungenzu
erreichen. Der integrierte Nachhaltigkeitsansatz umfasst Lösungen
von der Strategiefindung über die Marktpositionierung bis hin zum
Implementierungsdesign und die praktische Umsetzung zu nachhaltiger
Effizienzverbesserung. Mit umfassenden Branchenkenntnissen entwickelt
Accenture für seine Kunden umsetzbare Lösungen und hilft somit,
Nachhaltigkeit in das Kerngeschäft zu integrieren - mit dem Ziel, die
Kosten und Risiken von Unternehmen zu senken sowie deren Umsätze und
Reputation zu steigern. Die Internetadresse lautet:
www.accenture.com/sustainability.

Über Accenture:

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 204.000
Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Das
Unternehmen bringt umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten
über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus
qualifizierten Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in
eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein.
Accenture erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August
2010) einen Nettoumsatz von 21,6 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse
lautet www.accenture.at.

Rückfragehinweis:
Sandra Bauer, Marketing & Communications
Accenture GmbH
Telefon +43 1 20502-33048
Mobile +43 676 8720-33048
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ACE

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel