• 18.10.2010, 12:27:24
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Grünewald zu Uni-Protesten: Regierung muss endlich Kurskorrektur vornehmen

Wissenschaftssprecher wird Proteste mit allen Mitteln unterstützen

Wien (OTS) - "Wenn Argumente, Expertisen und Gespräche nichts mehr
nützen, muss zu drastischeren Mitteln gegriffen werden, um die
Betriebsblindheit der Bundesregierung in Sachen Bildung und Forschung
zu beenden", unterstützt der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt
Grünewald die morgen Österreich weit abgehaltenen Aktionstage an
Universitäten und Fachhochschulen.

"Es ist nicht nur ignorant sondern geradezu aberwitzig, wenn gegen
den Rat der Mehrheit aller Fachleute - unter anderem WIFO-Chef Karl
Aiginger - zehn Milliarden Euro in den Koralmtunnel versenkt werden,
während diese Mittel gleichzeitig für ein dringend notwendiges
'Konjunkturpaket Bildung und Forschung' fehlen", kritisiert
Grünewald.
"Während tausende von Studierwilligen vor verschlossenen Türen der
Unis und Fachhochschulen stehen und allgemein bekannt ist, dass
Bildung wie Forschung nachhaltige Renditen für die Republik bringen,
zeigen sich die Verantwortlichen unbelehrbar und den Betroffenen die
kalte Schulter. Zu Einsicht und Vernunft zu kommen bedeutet keinen
Gesichtsverlust, sondern wäre ein großer und anerkennenswerter
Schritt in die richtige Richtung", erklärt Grünewald.

"Almosen und halbherzige Kompromisse alleine verbessern die
unrühmliche Situation Österreichs im Vergleich mit anderen Nationen
ebenso wenig wie Studiengebühren". Dabei erinnert der
Wissenschaftssprecher der Grünen daran, dass mit Einführung der
Studiengebühren gleich auch die öffentlichen Zuwendungen
zurückgefahren wurden. "Auch die Versprechen, die Zahl der
Studienbeihilfe-EmpfängerInnen zu erhöhen ist wenig glaubwürdig, da
allein durch Annäherung an europäische Standards dem Bund mehr Kosten
erwachsen würden als Studiengebühren einbringen", so Grünewald.

"Wenn die Regierung weiter in ihrem Dornröschenschlaf verweilt,
treten wir nicht nur auf der Stelle sondern fallen bei Bildung und
Forschung noch weiter zurück. Und das, obwohl die Regierung vor
Kurzem noch Schwerpunkte in diesen Bereichen versprochen hat",
fordert Grünewald eine dringliche Kurskorrektur der Regierung und
kündigt an, die Proteste der Betroffenen mit allen Mitteln zu
unterstützen. "Es geht hier nicht nur um Geld, sondern auch um
klimatische Veränderungen, etwa hinsichtlich Demokratisierung,
Teamgeist und Transparenz", schließt Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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