- 18.10.2010, 10:17:42
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AGES: Der Palmenrüssler breitet sich aus
Wien (OTS) - In nur wenigen Jahren hat sich ein Käfer in
Mittelmeerraum ausgebreitet und massive Schäden an Palmen verursacht:
der Palmenrüssler (Rhynchophorus ferrugineus).
Der Käfer stammt ursprünglich aus Südostasien; im EU-Raum wurde er
bereits in Spanien (auch auf den Kanarischen Inseln), Portugal,
Italien, Malta, Frankreich, Griechenland, Zypern und Slowenien
festgestellt. Außerhalb der EU gibt es u. a. auch Meldungen aus der
Türkei und Ägypten.
Derzeit kommt der Palmenrüssler noch nicht in Österreich vor, es
scheint aber nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er auch hierzulande
Palmen in Palmenhäusern, Glashäusern, Baumschulen, öffentlichen
Parkanlagen und in Privatgärten gefährdet. Denn seine Verbreitung
kann über große Distanzen über befallene Wirtspflanzen (Handel,
Urlaubs-Souvenirs) erfolgen, da aufgrund der versteckten Lebensweise
der Larven im Inneren der Palme ein Befall trotz sorgfältiger
Kontrollen nur schwer feststellbar ist. Kurze Entfernungen werden von
den Käfern selbst bewältigt, da sie gut fliegen können.
Beschreibung
Der bis zu 3,5 cm große Palmenrüssler (Rhynchophorus ferrugineus)
ist, wie sein Name schon sagt, überwiegend auf Palmen (Arecaceae) zu
finden, häufig auf Dattelpalmen. Den Schaden verursachen seine
Larven, die sich durch das Innere der Palmen fressen. Ihre Fraßgänge
findet man vorwiegend an weicheren Stellen der Pflanzen, wie in der
Nähe des Vegetationskegels und der Blattstielbasis. Angeblich kann
das Nagegeräusch der Larven gehört werden, wenn man ein Ohr an den
Stamm legt.
Die Larven können vor der Verpuppung eine Größe von 5 cm Länge und
2 cm Dicke erreichen. Diese so genannten "Sago-Würmer" werden bei
einigen asiatischen Naturvölkern als spezielle Sagowürmergerichte
zubereitet, da sie ein wichtiger Eiweißlieferant sind.
Es wird geschätzt, dass ein einziges Palmenrüssler-Paar
theoretisch mehr als 53 Millionen Nachkommen in vier Generationen pro
Jahr erzeugen könnte, wenn keine Kontrollmaßnahmen erfolgen.
Auskünfte erteilt der Amtliche Österreichische
Pflanzenschutzdienst an der AGES unter der Telefonnummer (direkt aus
ganz Österreich ohne weitere Vorwahl) 050 555 Durchwahl 33309.
Weitere Informationen über den Palmenrüssler finden Sie auf der
homepage der AGES:
http://www.ages.at/ages/landwirtschaftliche-sachgebiete/pflanzengesun
dheit/informationsblaetter-quarantaeneschadorganismen/
Rückfragehinweis:
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH Univ.-Doz. Dr. Ingrid Kiefer Leiterin Unternehmenskommunikation Tel.: +43 (0)50 555-25000 mailto: [email protected] http://www.ages.at Amtlicher Österreichischer Pflanzenschutzdienst: Dr. Barbara Langbauer Tel: 050 555-33309 mailto: [email protected] Fachlich: Dr. Christa Lethmayer Tel: 050 555-33321 mailto: [email protected]
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