- 14.10.2010, 12:23:11
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Alzheimer 2: Neue Testreihen geben Hoffnung
Mehr als 75 neue pharmazeutische Substanzen beziehungsweise Therapieverfahren im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium
Wien (OTS) - Trotz enormer Forschungsbemühungen ist es in den
letzten 15 Jahren nicht gelungen, neue Therapien der
Alzheimer-Krankheit bis hin zur Zulassung zu entwickeln. Laut
Ärztekammer-Vizepräsident Steinhart befinden sich aber mehr als 75
neue pharmazeutische Substanzen beziehungsweise Therapieverfahren in
bereits fortgeschrittenem Entwicklungsstadium, was bedeutet, dass
bereits klinische Prüfungen gestartet wurden. ****
"Definiertes Ziel ist es, krankheitsmodifizierende Effekte zu
erreichen, um das Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung zu
verlangsamen oder idealerweise überhaupt zu stoppen", sagt Steinhart.
Daraus ergebe sich auch das Bestreben, in möglichst frühen
Krankheitsstadien zu intervenieren, "was natürlich zusätzlich
bedingt, dass neue Wirkstoffe extrem gut verträglich und auch bei
Langzeitanwendung sehr sicher sein müssen".
Steinhart räumt zwar ein, dass die jüngste Vergangenheit der
Therapieentwicklungen für Alzheimer von vielen Misserfolgen geprägt
war. Doch gebe es durch die neuen Testreihen wieder Hoffnungen für
neue erfolgreiche Konzepte. "Innerhalb der nächsten zwölf bis 18
Monate werden viele neue klinische Resultate vorliegen", ist
Steinhart überzeugt.
Auch einer Demenz kann vorgebeugt werden
Gute Nachrichten gibt es auch von einer anderen Front. Auch bei
Demenzerkrankungen gibt es nämlich eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen,
"sowohl hinsichtlich der primären Prävention als auch der sekundären
Prävention", wie Peter Dal-Bianco, Facharzt für Neurologie und
Psychiatrie an der Wiener Universitätsklinik für Neurologie sowie
Vorstandsmitglied der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft,
betont.
An vorderster Stelle stehe dabei das Vermeiden von Risikofaktoren:
"Dazu zählen eine unbehandelte beziehungsweise schlecht eingestellte
Zuckerkrankheit, unbehandelter Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte,
et cetera." Empfehlenswert sei - wie in so vielen Fällen - verstärkte
körperliche Aktivität.
Dal-Bianco empfiehlt hier mindestens dreimal wöchentlich für etwa
eine Stunde körperliche Aktivitäten wie zum Beispiel Tanzen, Wandern,
Schwimmen oder auch Nordic Walking.
"Freilich halten auch geistige Aktivitäten das Gedächtnis fit, wie
beispielsweise Brettspiele, Kartenspiele, Kreuzworträtsel lösen,
Sprachen lernen, Lesen, Singen, Musizieren und die Pflege eines regen
Gesellschaftslebens mit Freunden und Bekannten", so der Experte
weiter.
Demenz - Herausforderungen in der Praxis
Bereits zum fünften Mal findet heuer am 16. Oktober 2010 im Wiener
Rathaus der Wiener Alzheimertag statt. Durch die erfolgreiche
Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, der Ärztekammer für Wien, mit
Alzheimer-Experten, Fachgesellschaften und Selbsthilfegruppen wird
damit eines der brisantesten Gesundheitsthemen der breiten
Öffentlichkeit präsentiert.
"Der Wiener Alzheimertag hat sich damit zur größten europäischen
Informationsveranstaltung zum Thema geistige Gesundheit im Alter und
Pflege entwickelt", wie Georg Psota, Chefarzt der Psychosozialen
Dienste in Wien, betont. Die Medizin Medien Austria sind Organisator
des Alzheimertags. Die wissenschaftliche Leitung des parallel
stattfindenden Ärztesymposiums hat heuer erstmals die Österreichische
Alzheimer Gesellschaft übernommen.
Beim Alzheimertag finden Angehörige und Betroffene ein
umfangreiches Informationsangebot und haben die Möglichkeit, im
direkten Gespräch mit den Experten, Antworten auf offene Fragen zu
erhalten. Bereits im Vorjahr nutzten mehr als 6000 Wiener das breite
Informationsangebot. Neben Vorträgen und Informationsständen
präsentieren auch Selbsthilfegruppenvertreten, die Stadt Wien und
Partnereinrichtungen eine umfassende Leistungsschau aller Wiener
Gesundheitseinrichtungen mit Schwerpunkt Demenz und Pflege. (hpp)
(S E R V I C E - 5. Wiener Alzheimertag am 16. Oktober 2010 im
Wiener Rathaus. Informationen im Internet: www.alzheimertag.at.)
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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