- 14.10.2010, 10:03:21
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Betriebliche Vorsorgekassen: Deutlicher Anstieg der indirekten Veranlagungen im 1. Halbjahr 2010
Wien (OTS) - Ende Juni 2010 betrug das Volumen der Anwartschaften
der zehn in Österreich tätigen Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK)
3,18 Mrd EUR, was einem Zuwachs von 12,3% gegenüber dem Jahresultimo
2009 entspricht. Nachdem die Jahre 2007 und 2008 von einer vermehrten
direkten Veranlagung (z.B. Guthaben bei Banken) des Vermögens geprägt
waren, war ab dem Vorjahr eine Trendumkehr zur indirekten Veranlagung
(in Fonds) zu beobachten, die sich auch im 1. Halbjahr 2010
fortsetzte.
Nach fast achtjähriger Geschäftstätigkeit belief sich die Anzahl der
Anwartschaftsberechtigten nach dem System "Abfertigung neu" Ende Juni
2010 auf 4,4 Millionen Personen. Seit Jänner 2008 werden auch die
rund 500.000 selbständigen Erwerbstätigen, freien Dienstnehmer,
Freiberufler sowie Land- und Forstwirte in das System der Abfertigung
miteinbezogen.
Das Volumen der Anwartschaften - das sind die durch die BVK
verwalteten Ansprüche der Arbeitnehmer - betrug Ende Juni 2010
insgesamt 3.177,37 Mio EUR. Es konnte ein Zuwachs von 348,33 Mio EUR
oder 12,3% gegenüber Ende Dezember 2009 ausgewiesen werden. Bei der
Struktur der veranlagten Gelder ist festzustellen, dass die
indirekten Veranlagungen stärker gefragt waren als die direkten. Zum
Jahresultimo 2009 wurden 68,8% der Gelder von den BVK indirekt
veranlagt (Ende 2008: 50,3%), bis zum Ende des ersten Halbjahres 2010
steigerte sich dieser Anteil jedoch auf 71,5%.
Gesetzlich verpflichtend ist eine Kapitalgarantie zu gewähren, um die
Anwartschaftsberechtigten vor dem Verlust der monatlich vom
Arbeitgeber einbezahlten Beiträge (1,53% vom Bruttogehalt plus
Sonderzahlungen) zu schützen. Die Rücklage für die Garantie machte
Ende Juni 2010 einen Wert von 5,42 Mio EUR aus, um 2,43 Mio EUR
oder 81,3% mehr als Ende Dezember 2009.
Die Bilanzsumme aller zehn Kassen wies zum 30.06.2010 ein Volumen von
3.239,78 Mio EUR aus, gegenüber Ende Dezember 2009 bedeutete dies
einen Anstieg um 354,68 Mio EUR oder 12,3%. Das entspricht einem
Anteil von 0,3% an der Bilanzsumme aller meldepflichtigen
Kreditinstitute in Österreich.
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