- 13.10.2010, 09:23:03
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Berlakovich: Österreichs Waldbäuerinnen und Waldbauern überzeugen mit Kreativität und Unternehmergeist
Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft in der Steiermark vergeben
Wien (OTS) - Der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft
zeichnet hervorragend wirtschaftende österreichische Waldbäuerinnen
und Waldbauern aus und wurde heuer bereits zum 16. Mal vergeben.
"Eine Auswahl aus den zahlreichen vielfältigen und ideenreichen
Projekte zu treffen war für uns dieses Jahr eine besondere
Herausforderung. Das zeigt deutlich, dass das Klischee vom
konservativen Waldbauern längst Geschichte ist. Die PreisträgerInnen
werden stellvertretend für eine Vielzahl von Bäuerinnen und Bauern
ausgezeichnet, die stets am neuesten Stand sind und in ihrer
täglichen Arbeit mit großem Engagement und innovativen Ideen den
vorbildlichen Weg einer umfassenden und nachhaltigen
Lebensraumbewirtschaftung gehen", so Landwirtschafts- und
Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der diesjährigen
Verleihung des Staatspreises für beispielhafte Waldwirtschaft.
Franz und Alwine Kocher aus Kärnten sind etwa von der ökologischen
und wirtschaftlichen Überlegenheit der einzelstammweisen Nutzung
überzeugt. Sie kombinieren in ihrer Arbeit ein tiefes Verständnis für
die Natur mit der Erfüllung von wirtschaftlichen Bedürfnissen. Peter
Wieser aus Niederösterreich hat seinen ersteigerten Betrieb mit viel
Fleiß und Innovationskraft zu einem erfolgreichen Waldbauernbetrieb
aufgebaut.
Wolfgang und Seraphine Pühringer aus Oberösterreich eröffnen sich
mit innovativem Denken stets neue Zukunftsperspektiven und können so
ihren Betrieb im Vollerwerb weiterführen. Die Grundsätze des
Naturschutzes und der Artenvielfalt sind Johann und Margarete
Kreuzeder aus Salzburg bei der Waldbewirtschaftung besonders wichtig.
Georg Hölzl aus der Steiermark arbeitet nicht nur am elterlichen
Betrieb tatkräftig mit, sondern will als erfolgreicher Waldpädagoge
auch sein Wissen um die Geheimnisse des Waldes an Kinder weitergeben.
Die Weiterverarbeitung von Holz zu "Pinzkerzäunen" oder Dachschindeln
sind die Folge einer besonderen Beziehung zu Wald und Holz. Für Jakob
Filzer aus Tirol ist der Wald wie ein zweites Wohnzimmer.
Die Mitglieder der Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt aus
Vorarlberg wollen durch eine ökologisch orientierte
Waldbewirtschaftung zur Erhaltung ihres Lebensraumes beitragen. Dem
Forstgut Mähring aus der Steiermark gelingt es trotz einer extremen
Steillage den Betrieb wirtschaftlich zu führen und für nachfolgende
Generationen zu erhalten.
Die Urbarialgemeinde Punitz aus dem Burgenland zeichnet sich durch
eine auch finanziell erfolgreiche Waldwirtschaft aus. Hervorzuheben
ist hier die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen
Waldgemeinschaften, die eine professionelle Bewirtschaftung des
Waldes ermöglicht.
Der heurige Kooperationspreis für erfolgreiche forstliche
Gemeinschaften geht an den Biomassehof Pölstal GmbH in der
Steiermark. Dieser zeigt wie durch eine gute Zusammenarbeit für
Waldbesitzer und für Kunden ein echter Mehrwert geschaffen wird.
"Diese Betriebe leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die
heimische Wirtschaft, die Entwicklung des ländlichen Raumes und
insbesondere auch für den Klimaschutz. Der Wald bietet darüber hinaus
Schutz vor Naturgefahren und Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren
und Pflanzen. Außerdem ist er für uns alle ein wichtiger
Erholungsraum. Knapp die Hälfte unserer Landesfläche ist Wald,
deshalb ist es so wichtig diese wertvolle Ressource für uns und
nachkommende Generationen zu erhalten", so Berlakovich.
Die UNO hat das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr des Waldes
unter dem Motto "Wälder für die Menschen" ausgerufen. Der Staatspreis
in Österreich zeigt nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten auf, aus
dem Wald naturverträglichen und wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Gleichzeitig wird auch das Selbstverständnis der Waldbäuerinnen und
Waldbauern zu Recht gestärkt und der Stellenwert der bäuerlichen
Waldwirtschaft erhöht.
Weitere Infos zu den einzelnen Staatspreisträgern sind unter
forst.lebensministerium.at abrufbar.
Fotos dazu finden Sie unter: fotoservice.lebensministerium.at
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6963
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