- 12.10.2010, 21:00:35
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Stückwerk statt eines Bildungskonzepts (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 13. Okt. 2010
Klagenfurt (OTS) - Sie prallen seit Monaten mit ihren Anliegen ab
- Österreichs Studenten. Nachdem wochenlange Proteste nicht
gefruchtet haben, stehen sie vor den gleichen Problemen wie vor einem
Jahr: Die Studienbedingungen sind unerträglich, die Budgets krachen
an allen Ecken und Enden, Zukunftsperspektiven sind keine erkennbar.
Ab und an bekommen sie einzelne Vorschläge von Ministerin Beatrix
Karl zu hören, in mehr oder weniger prominenter medialer Aufmachung.
Gestützt werden die Einzelansätze von Expertenmeinungen, die
zeitgleich die Runde machen. Ein Konzept, das sich über
bruchstückhafte Ideen erhebt, blieb man Studierenden bisher schuldig.
Jetzt stehen neue Proteste bevor. Doch ohne einen tragfähigen Dialog,
an dem es bereits vor Monaten fehlte, führen sich Reformmaßnahmen ad
absurdum. "Ernsthafte Verhandlungen", wie sie die ÖH nun von der
Politik einfordert, hätte es längst geben müssen - statt regelmäßig
reproduziertem inhaltlichem Stückwerk.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
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