- 12.10.2010, 11:33:34
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Universitäten erwarten Rücknahme der Beschlüsse zur Budgetkürzung
Plenarversammlung der uniko drängt auf rasches Gespräch mit der Regierungsspitze
Wien (OTS) - Die zögerliche Haltung der Regierungsspitze
angesichts der drängenden Probleme an den Universitäten stößt bei der
Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) auf Unverständnis.
Erst in der vergangenen Woche hatte die EU-Kommission in ihrer
"Leitinitiative der Strategie Europa 2020" nachdrücklich empfohlen,
"auch in haushaltspolitisch schwierigen Zeiten weiter in Bildung,
Forschung, Entwicklung und Innovation zu investieren". Zudem hat die
OECD vor kurzem ihren Mitgliedern geraten, für eine adäquate
Finanzierung der Universitäten zu sorgen, "selbst wenn dadurch ein
Defizit im Staatshaushalt entsteht". Im Lichte dieser eindeutigen
Appelle forderte die uniko bei ihrer Plenarversammlung in Klagenfurt
am 11. Oktober 2010 von der Regierung, die im Frühjahr gefassten
Beschlüsse zu Budgetkürzung für den Universitätsbereich aufzuheben.
Die im internationalen Vergleich höchst bedenkliche Situation der
österreichischen Universitäten würde einen massiven Ausbau erfordern
(Ziel: 2 Prozent des BIP für den Hochschulsektor), zu dem sich die
Politik zwar in schönen Worten bekennt, welchen bisher jedoch keine
Taten folgen. Im Gegensatz zu Österreich investiert etwa Deutschland
in den kommenden Jahren 12 Milliarden Euro zusätzlich in Bildung und
Forschung.
Sollte die Bundesregierung trotz der nun sichtbaren erfreulichen
wirtschaftlichen Entwicklung an ihren derzeitigen Beschlüssen zur
Kürzung des Universitätsbudgets festhalten, wird es bereits ab Beginn
des kommenden Jahres unweigerlich zu spürbaren Auswirkungen an allen
Universitätsstandorten kommen. Denn ab 2013 fehlen allein zur
Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes der Universitäten rund 300
Millionen Euro jährlich, wobei der eigentlich anzustrebende Ausbau
(Studienplätze, bessere Betreuungsrelationen, Infrastruktur, Gebäude)
erhebliche zusätzliche Mittel erfordern würde.
In Anbetracht dieser Situation erwartet das Plenum der
Universitätenkonferenz eine Aufnahme von diesbezüglichen Gesprächen
der Regierungsspitze mit dem Präsidium der uniko so rasch wie möglich
und nicht erst nach dem Abschluss der Budgetverhandlungen.
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Liechtensteinstraße 22, 1090 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at
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