• 08.10.2010, 12:21:43
  • /
  • OTS0178 OTW0178

ÖH WU: Beschwerde über unzulässige Zugangsbeschränkungen an WU bei VfGH eingereicht

Unzulässige und schikanöse Sequenzierung durch neue Eingangsphase verstößt gegen § 66 UG

Wien (OTS) - Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der WU
Wien (ÖH WU) beantragte gestern die Aufhebung der mit der letzten
Studienplanänderung eingeführten Sequenzierung innerhalb der
Studieneingangsphase (STEP). Aus Sicht der ÖH WU verstoßen die, von
der Unileitung gewählten vier Prüfungen welche absolviert werden
müssen, bevor weitere Prüfungen der STEP abgelegt werden können,
gegen § 66 Abs 5 UG, welcher den Missbrauch einer STEP als
quantitative Zugangsbeschränkung untersage. "Die Prüfungen sind
vollkommen willkürlich gewählt und verfolgen nur einen einzigen
Zweck, nämlich die Studierenden in ihrem Fortkommen zu hindern.
Besonders Studierende die auf Beihilfen oder Stipendien angewiesen
sind, leiden unter dem teilweise enorm schwankendem Niveau der
einzelnen Prüfung. Es ist nur eine Frage der Zeit bis man an eine
Prüfung gelangt die auch bei guter Vorbereitung nur die wenigsten
schaffen. Dadurch wird das Studium zu einem Lotteriespiel, welches
kein Studierender verdient hat. Diese Regelung ist nicht nur
gesetzwidrig sondern auch extrem benachteiligend gegenüber den
Studierenden. Wir sehen es als unsere Pflicht an diese zu
bekämpfen.", so ÖH WU Vorsitzender, Stefan Kilga.

Aus Sicht der ÖH WU sollte diese zusätzliche Sequenzierung als
Hilfeschrei der Unileitung verstanden werden. Kilga: "Nach der
Ablehnung des Notfallparagraphen war diese zusätzliche Sequenzierung
für die Unileitung die letzte übrige Option, um mit dem Andrang an
Studierenden fertig zu werden. Was aber nichts daran ändert, dass sie
gesetzwidrig ist. Studierende, Ministerium und Universitäten müssen
gemeinsam eine weitestgehend tragbare Lösung finden wie man den
Hochschulzugang in Österreich vernünftig regeln kann. Vielleicht muss
dabei auch die eine oder andere heilige Kuh geschlachtet werden. Im
Ergebnis ist das allerdings noch immer besser als der momentane
Zustand, in dem jede Uni eigene Selfmade-Zugangsbeschränkungen
bastelt."

Rückfragehinweis:
Peter Schweinberger, Pressesprecher
Email: [email protected]
Tel.: +43 699 19711287

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OEH

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel