- 07.10.2010, 12:48:13
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Schwentner gegen verpflichtenden Sozialdienst für Frauen
Grüne lehnen Vorschlag von Landeshauptfrau Burgstaller entschieden ab
Wien (OTS) - "Der Vorschlag von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller,
alle Frauen verpflichtend ein Jahr lang als Lückenfüllerinnen im
Sozialbereich gegen ein Taschengeld arbeiten zu lassen, ist der
falsche Weg. Schon jetzt bleibt der Großteil der unbezahlten
Betreuungsarbeit in der Familie an den Frauen hängen. Ein
zusätzlicher verpflichtender Sozialdienst von Frauen zum Dumpinglohn
ist strikt abzulehnen", so Judith Schwentner, Frauensprecherin der
Grünen. Es braucht eine gesellschaftliche Aufwertung der sozialen
Berufe. Diese lässt sich nur durch gesicherte Ausbildungsstandards
und eine adäquate Bezahlung umsetzen. Denn im großen Stil komplett
ungelernte und zwangsverpflichtete Menschen im Sozialbereich zu
beschäftigen, kann nur negative Auswirkungen haben. Eine angemessene
Betreuungsqualität wird sich durch den massiven Einsatz unmotivierter
und ungeeigneter Hilfskräfte nicht sicherstellen lassen.
"Bereits jetzt sind 90 Prozent der Beschäftigten im Sozialbereich
Frauen. Die gesellschaftliche Wertschätzung sozialer Berufe drückt
sich auch in einer angemessen Bezahlung aus. Für ein freiwilliges
soziales oder ökologisches Jahr müsste ein existenzsicherndes
Einkommen geboten werden, dann gäbe es genügend junge Frauen und
Männer, die dieses Angebot hochmotiviert und freiwillig annehmen
würden", so Judith Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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