- 06.10.2010, 14:59:16
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Martinz: Info-Technologie kurbelt unsere Wirtschaft an
Digitale Agenda für Europa: Bestmöglicher Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien kann den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen.
Brüssel (OTS) - Die Hälfte der Produktivitätssteigerungen in
Europa ging in den letzten Jahren auf die Informations- und
Kommunikationstechnologien zurück. Der Trend hält an, dürfte sich
sogar noch beschleunigen. "Die digitale Revolution hat uns Wachstum,
Beschäftigung und Wertschöpfung gebracht. Doch das Potenzial ist
längst nicht ausgeschöpft", berichtet heute LR Josef Martinz, der
sich mit Clubobmann Stephan Tauschitz, IT-Experte in der ÖVP, in
Brüssel befindet, um sich über die Vorteile und
Nutzungsmöglichkeiten der Maßnahmen innerhalb der Digitalen Agenda
für Kärnten zu informieren.
Im Mai dieses Jahres hat die Europäische Kommission die Digitale
Agenda für Europa präsentiert. Ziel: Das Wirtschaftswachstum
innerhalb der EU zu steigern und allen Teilen der Gesellschaft die
Vorteile des Digitalzeitalters näher zu bringen.
Immerhin haben 30 % der EU-Bürger noch nie das Internet genutzt -
also 150 Millionen Menschen! Nur 1 % der EU-Bürger hat Zugang zu
schnellen Glasfasernetzen. In Japan sind es 15 %.
"Es ist ein Faktum, dass Europa auch bei den Investitionen in die
Forschung von Informations- und Kommunikationstechnologien hinter
seinen Wirtschaftspartnern, wie den USA oder Japan, zurück liegt", so
Martinz weiter. So werden in Europa im Vergleich mit der USA nur 40 %
der Ausgaben in diesen Bereich der Forschung getätigt.
Die Digitale Agenda der EU zeigt nun auf, auf welche Maßnahmen sich
Europa konzentrieren muss, um den wirtschaftlichen Aufschwung durch
Informations- und Kommunikationstechnologien anzukurbeln.
"Die Chance liegt in der Schaffung eines digitalen Binnenmarkts, der
Steigerung von Vertrauen und Sicherheit im Internet, der Errichtung
von viel schnelleren Internetverbindungen und in der Förderung von
Investitionen in Forschung und Entwicklung", bekräftigt Tauschitz.
Die digitale Zukunft Europas hänge jedoch wesentlich vom Engagement
der einzelnen Mitgliedsstaaten ab.
Vorteile für den Einzelnen wären beispielsweise einfachere
elektronische Zahlungen und Rechnungen, die Einführung der
Telemedizin oder energieeffizientere Beleuchtungen.
Kärnten habe im Zuge der Breitbandinitiative aufgeholt und
wesentliche Voraussetzungen für So gelte Kärnten mit seinem
E-Government innerhalb Europas schon als Best-Practice Region. 88
Mio. Euro fließen in die flächendeckende Basis-Versorgung mit
Breitband-Internet in Kärnten. Schon dabei konnte Kärnten auch
EU-Fördermittel abholen.
Immerhin können im Endausbau10 Megabyte pro Sekunde über den
Daten-Highway geschickt werden. "Das ist 200 mal schneller als ein
Internetanschluss über die herkömmliche Telefonleitung und 10 mal
schneller als ein Internetzugang über ADSL", weist Martinz hin. Auch
in den Bereichen Tourismus Gesundheit, Verwaltung oder für
Tele-Arbeitsplätze ist der rasche elektronische Datenfluss
maßgeblich.
Nach der fast flächendeckenden Versorgung von 233.000 Kärntner
Haushalten sei laut Martinz jetzt der nächste Schritt zu setzen.
"Nach dem Ausbau der Infrastruktur muss ein Impuls Richtung Nutzung
und Anwender passieren. Alleine im Tourismus hätten wir Potenzial für
die elektronische Erfassung von Daten", sagt Martinz. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Landtagsclub ÖVP Kärnten
Tel.: 0463 513592126
mailto:[email protected]
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