• 06.10.2010, 13:58:31
  • /
  • OTS0261 OTW0261

Lichtenecker begrüßt Vorstoß der EU in Richtung Innovationsunion

Regierung gefährdet Innovationskraft Österreichs

Wien (OTS) - "Wir begrüßen den Vorstoß der EU in Richtung
Innovationsunion", so Ruperta Lichtenecker, Forschungssprecherin der
Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und
Technologie im Parlament. Lichtenecker zeigt sich insbesondere
erfreut darüber, dass die EU die Mitgliedstaaten - und damit auch
Österreich - zu mehr Engagement in Sachen F&E-Finanzierung und
Grundlagenforschung animieren will. Während die österreichische
Bundesregierung in den letzten Jahren die Ausgaben für betriebliche
Forschungsförderung maßgeblich erhöhte, gab es für die
Grundlagenforschung und für die Universitäten nur wenig mehr Geld.
"Forschung und Bildung sind die Eckpfeiler, um Wohlstand zu sichern,
die Lebensqualität zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken, sowie Lösungen und Antworten auf die großen
Herausforderungen der Zukunft - Umwelt, Gesundheit,
Energieversorgung, Klimaschutz und demographische Entwicklung - zu
finden", so Lichtenecker.

Heftig kritisiert die Forschungssprecherin der Grünen, dass die
Regierung in den wichtigen Zukunftsbereichen Forschung und Bildung in
den nächsten Jahren einsparen will.
"Der Weg der Regierung bei Forschung und Bildung schwächt die
österreichische Innovationskraft", erklärt Lichtenecker und erhebt
drei zentrale Forderungen:

1. Sicherung der Finanzierung von Forschung, Bildung und Innovation:
Es muss einen Stufenplan geben, wie Österreich die angestrebten zwei
Prozent des BIP für den tertiären Bildungssektor bis 2020 erreichen
will. Zudem braucht es einen konkreten Plan zur
Forschungsfinanzierung, um den Forscherinnen und Forschern
Planungssicherheit zu geben.
2. Forcierung der Energieforschung: "Alle reden von Energieeffizienz,
erneuerbarer Energie und e-mobility, doch die Realität sieht anders
aus: Die öffentliche Hand gab 2009 gerade einmal 0,03 Prozent des BIP
für Energieforschung aus. Die Niederlande, Dänemark und Schweden
wenden für Energieforschung ein Vielfaches auf, und das seit Jahren.
Um noch Chancen in Zukunftsfeldern wie solar cooling, smart grids,
intelligente Logistiklösungen oder neue Produktionsprozesse zu haben,
brauchen wir rasch 120 Millionen Euro für die Energieforschung.
3. Klares Bekenntnis und Ressourcen für die Grundlagenforschung:
Diese ist die Basis von radikalen Innovationen und wird auch dazu
beitragen, wissenschaftlichen Nachwuchs an den Universitäten zu
sichern. Während etwa die Schweiz 0,81 Prozent des BIP für
Grundlagenforschung ausgibt, sind es in Österreich nur 0,44 Prozent.
Die Investitionen in die Grundlagenforschung müssen massiv steigen:
"Wir brauchen die besten Köpfe. Dafür müssen wir die
Rahmenbedingungen in Österreich verbessern. Nur so wird es uns
gelingen, Talente in Österreich zu halten und aus der ganzen Welt
anzuziehen", so Lichtenecker.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel