- 06.10.2010, 11:45:38
- /
- OTS0155 OTW0155
Klare Absage an Wiedereinführung von Studiengebühren
Frais: "Studierende dürfen nicht für die Kosten der Krise zur Kasse gebeten werden!"
Linz (OTS) - "Studiengebühren machen nichts besser. Sie sperren
nur jene vom Zugang zur Universität aus, die sich diese Gebühren
nicht leisten können. Auch für die maroden Universitätsfinanzen
stellen sie keine taugliche Lösung dar - es sei denn als versteckte
Zugangsschranke", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. Aus Sicht
der oberösterreichischen SPÖ besteht zum Thema Studiengebühren kein
Diskussionsbedarf. "Die SP-Oberösterreich lehnt finanzielle
Zugangsschranken zur universitären Bildung entschieden ab. Daran hat
sich nichts geändert, wie auch der Beschluss am Bundesparteitag vom
12.6.2010 unterstreicht", ist der SP-Klubchef sicher. Ein
vordringliches Thema ist für Frais zudem der Abbau von Hindernissen
für die immer stärker von der Wirtschaft eingeforderten
Doppelstudien.
Fakt ist, dass Österreich mehr statt weniger AkademikerInnen braucht.
Allein gegenüber dem OECD-Mittelwert von 36 Prozent hat Österreich
mit einer Akademikerquote von nur 20 Prozent enormen Aufholbedarf.
"Wer angesichts dieser Fakten von Zugangshürden und finanziellen
Schranken spricht, der sollte in sich gehen und seine Argumente
hinterfragen. Denn letztlich haben nur jene ein Interesse an einem
möglichst exklusiven Zugang zu akademischer Ausbildung, die für eine
2-Klassen-Gesellschaft eintreten!", so Frais deutlich.
Bei einem zusätzlichen Finanzbedarf von jährlich 1 Milliarde Euro für
die Universitäten ist klar, dass Studiengebühren dafür keine Lösung
sein können. Aufgrund des vergleichsweise geringen Gesamtvolumen von
124 Millionen Euro sind diese schlichtweg nicht geeignet, die
Uni-Finanzierungsprobleme zu lösen. Auch das Argument mit dem
Stipendien-Ausgleich geht ins Leere, weil gerade mittelständische
Familien dabei völlig durchfallen und selbst Teilbeschäftigungen der
Studierenden zur Sicherung des Lebensunterhalts reduzierend auf
Stipendien wirken.
Unabhängig vom Thema Studiengebühren ist die Unterfinanzierung der
heimischen Universitäten ein vordringliches Thema. Der SP-Klubobmann
betont dazu: "Die Ausbildungskapazitäten an den österreichischen
Universitäten müssen erweitert werden und es muss auch das
erforderliche Geld vom Bund dafür geben. Ein Teil dieser
Kapazitätserweiterung muss die Medizin-Universität Linz sein, um dem
drohenden Ärztemangel vorzubeugen. Die Universität der Zukunft kann
nicht aus überfüllten Hörsäalen und zu wenig Plätzen für
Lehrveranstaltungen bestehen. Die Universität der Zukunft muss frei
von Studiengebühren sein".
Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS4






