• 05.10.2010, 13:05:11
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Nachhaltiger Verkehr im Fokus der Marco Polo-Konferenz in Wien

Wien (OTS) - Das EU-Programm Marco Polo ist das Förderprogramm zur
Verlagerung von Straßengüterverkehren auf nachhaltige Verkehrsmittel.
Einmal im Jahr lädt die Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und
Innovation (EACI) der Europäischen Kommission zur großen
Informationsveranstaltung. In diesem Jahr ist es Österreich gelungen,
Gastgeber dieser Konferenz zu sein. Die diesjährige Konferenz zum
EU-Förderprogramm findet vom 5. bis 6. Oktober erstmals in Wien
statt.

Mithilfe von Marco Polo werden jährlich 20 Mrd. Tonnenkilometer an
Güterverkehrsleistungen von der Straße auf umweltfreundliche
Verkehrsmittel verlagert. Dies entspricht etwa einer Million
LKW-Fahrten zwischen Brüssel und Wien pro Jahr - der ökologische,
gesellschaftliche und wirtschaftliche Nutzen ist also beachtlich.
"Mit dem Förderprogramm der EU werden richtungsweisende Impulse
gegeben, so viel Verkehr wie möglich von der Straße auf ökologischere
Verkehrsträger, wie die Bahn oder das Schiff, zu verlagern. Durch den
gemeinsamen Einsatz für nachhaltige Transportmittel legen wir die
Basis für eine umweltfreundliche Mobilität", ist Verkehrsministerin
Doris Bures überzeugt. Österreich ist mit einem Bahn-Anteil am
Frachttransport (Modal Split) von über 30 Prozent Klima-Vorbild für
ganz Europa. "Nachhaltiger Verkehr, also die Verlagerung des
Gütertransports von der Straße auf umweltfreundliche Verkehrsmittel
ist zentrales Zukunftsthema, und gilt es aus Gründen der Ökologie,
der Verkehrssicherheit und der Entlastung der lärm- und
transitgeplagten Bevölkerung weiter auszubauen", betont die
Verkehrsministerin.

In der Eröffnungs-Pressekonferenz mit BMVIT-Generalsekretär
Herbert Kasser, Stadtrat Rudolf Schicker, WKÖ-Vizepräsident Richard
Schenz sowie dem EACI-Direktor Patrick Lambert und dem zuständigen
Referatsleiter in der Europäischen Kommission Pawel Stelmaszczyk
wurden die Förderung des nachhaltigen Gütertransports, der
kombinierte Verkehr sowie die Binnenschifffahrt thematisiert.
Patrick Lambert, Direktor der EACI, erklärt: "Wien ist ein idealer
Ort für eine Marco Polo Konferenz zum Thema Binnenschifffahrt, nicht
nur weil die Stadt direkt an der Donau liegt, sondern auch, weil Wien
ein bedeutender strategischer Knotenpunkt für Europas Handel ist.
Zudem fördert Marco Polo nachhaltigen Verkehr und Österreich ist ein
Spitzenreiter für innovative und umweltfreundliche Initiativen."

Die Binnenschifffahrt in Europa zu entwickeln ist eine Priorität
der Europäischen Kommission. Daher wurde dieser Verkehrsweg in den
Marco Polo Aufrufen in 2009 und 2010 verstärkt berücksichtigt. Pawel
Stelmaszczyk, Referatsleiter in der Europäischen Kommission, betont:
"Die Binnenschifffahrt ist umweltfreundlich und gleichzeitig das am
wenigsten genutzte Verkehrsmittel mit einem großen Wachstumspotenzial
für den grenzüberschreitenden Verkehr. Die Europäische Kommission
setzt auf alle Akteure der Donauregion, um dieses Potenzial mit
Unterstützung des Marco Polo-Programms voll auszuschöpfen."

Der Vizepräsident der WKÖ KR DI Dr. Richard Schenz begrüßt das
EU-Förderprogramm ausdrücklich als Triebkraft für den Kombinierten
Verkehr und stellt die Position der Wirtschaft dar: "In die
Logistik-Ketten der Zukunft sollen mittels optimaler Kombination die
individuellen Vorteile jedes einzelnen Verkehrsträgers einfließen,
sodass diese insgesamt effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger
werden - und das sowohl zum Wohl der Wirtschaft als auch der
Gesellschaft!"

Das Programm ist ausschließlich auf die Förderung
grenzüberschreitender Vorhaben bzw. Güterströme ausgelegt. Nationale
Routen sind nicht förderfähig. In Österreich wurden in den
vergangenen Jahren einige Projekte erfolgreich umgesetzt. Im Projekt
EWITA wurde unter der Koordination von via donau die Lernplattform
INeS - Inland Navigation eLearning Systems entwickelt. INeS soll
sowohl Bildungseinrichtungen als auch Praktikern das Thema Logistik
mit dem Binnenschiff in zeitgemäßer Form näherbringen. Die Plattform
ist seit Sommer 2010 unter www.ines-danube.info kostenlos zugänglich.
Weiters wurden im Eisenbahnbereich mehrere Projekte von
österreichischen Unternehmen, wie z.B. Rail Cargo Austria AG, Gartner
KG, Hödlmayr International AG, signifikant in der Realisierung
unterstützt.

Hintergrundinformationen

Nach Konferenzen in Danzig, Valencia und Venedig sind in diesem
Jahr mehr als 225 Besucher und Besucherinnen aus 24 Ländern sind der
Einladung nach Wien gefolgt, darunter zahlreiche Experten aus der
europäischen Verkehrs- und Transportwirtschaft sowie Vertreter
Europäischer Einrichtungen, um sich über die neuesten Projekte zu
informieren. "Erstmalig findet die Programmkonferenz im Binnenland
statt, was die Bedeutung der Flussschifffahrt und hier besonders an
der Donau unterstreicht", zeigt sich Stadtrat Schicker erfreut über
den Austragungsort Wien. "Die Verlagerung von einem Transportsystem
auf ein anderes, um die "Multimodalität" herbeiführen zu können,
bedarf entsprechend ausgestatteter, optimaler trimodaler
Umschlagseinrichtungen. Wien bietet mit seinem neuen trimodalen
Terminal im Hafen Wien genau diese Voraussetzungen und stellt auch
einen Modellfall für die anderen Donauhäfen dar", schloss Schicker
seine Ausführungen.

Ausgerichtet wird die Konferenz von einem lokalen
Organisationskomitee in enger Zusammenarbeit mit der Exekutivagentur
für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (EACI) der EK. Dieses Komitee
besteht aus dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie, dem Hafen Wien, der Wirtschaftskammer Österreich und via
donau. Zudem unterstützt die Stadt Wien die Veranstaltung. Der erste
Konferenztag findet in den Räumen der Wirtschaftskammer Österreich
statt, am zweiten Tag stehen bilaterale Gespräche mit Förderwerbern,
ein Besuch des Hafen Wien und des Nationalparks Donau-Auen per Schiff
auf dem Programm.

Aktuelle Fotos von der Pressekonferenz finden Sie auf
www.via-donau.org unter Newsroom - Allgemein - Veranstaltungen.

Rückfragehinweis:

via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH  
   Eva Michlits
   Donau-City-Straße 1, A-1220 Wien  
   [email protected], www.via-donau.org 
   
   EACI - Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation
   Andrea Pascal
   Europäische Kommission, OR10 7/37, B-1049 
   [email protected], ec.europa.eu/eaci

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