- 01.10.2010, 14:59:44
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ÖH-Salzburg an Burgstaller: Muss die SPÖ an ihre eigenen Grundsätze und Wahlversprechen erinnert werden?
Die Finanznot der Universitäten kann nur durch Ausfinanzierung durch die Bundesregierung gelöst werden.
Salzburg (OTS) - Die ÖH Salzburg ortet in den jüngsten Aussagen
von
Landeshauptfrau Burgstaller zur Wiedereinführung von Studiengebühren
ein Ablenkungsmanöver in der aktuellen Debatte über geplante Kürzung
der Universitätenbudgets.
Studiengebühren dürften nicht als Pfand für ein besseres
Stipendiensystem missbraucht werden: "Eine Verbesserung des maroden
Stipendiensystems ist längst überfällig und das sehen bei weitem
nicht nur die Studierendenvertretungen so", erinnert Tatjana Markl
vom Vorsitzteam der ÖH Salzburg. ExpertInnen kritisieren regelmäßig
das österreichische Stipendiesystem, es sei vergleichsweise schwach
ausgebaut, seit Jahren nicht mehr valorisiert worden und wenig
treffsicher. Die Behebung dieses Versäumnisses der Vergangenheit
jetzt an die Wiedereinführung von Studiengebühren zu koppeln, sei ein
"schwacher Versuch, die Öffentlichkeit auszutricksen", mahnt Markl.
"Die Misere an Österreichs Universitäten beruht im Kern auf deren
chronischer Unterfinanzierung. Diese Investitionslücke kann nur mit
öffentlichen Mitteln geschlossen werden", erinnert Elli Piller vom
ÖH-Vorsitzteam.
"Für die Ausfinanzierung der Universitäten und die Verbesserung
des Stipendiensystems braucht es schlicht und ergreifend zusätzliche
Finanzmittel", konstatiert Svjetlana Vulin vom ÖH-Vorsitzteam.
"Burgstaller soll sich lieber für eine stärkere Steuerbelastung hoher
Einkommen und Vermögen einsetzten, dadurch lässt sich die
Finanzierungsfrage lösen, wenn der politische Wille da ist. So
entgehen dem Staat jährlich alleine etwa 400 Millionen Euro aus nicht
versteuerten Spekulationsgewinnen", schließt Vulin.
Rückfragehinweis:
ÖH-Salzburg
Kay-Michael Dankl
Referat für Bildungspolitik
Tel.: 0650/30 78 660
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