- 30.09.2010, 12:03:27
- /
- OTS0179 OTW0179
Pensionsnachteile für Menschen mit langen Ausbildungszeiten beseitigen
Frais: "Gesetzliches Pensionssystem aufwerten, um Vertrauen der Jugend zu sichern!"
Linz (OTS) - "Die aktuelle Diskussion zum Thema Pensionen nimmt
die SP Oberösterreich zum Anlass, um einen Vorstoß für Verbesserungen
im gesetzlichen Pensionssystem zu machen", stellt SP-Klubobmann Dr.
Karl Frais die Initiative vor. In einem Initiativantrag für die
kommende Landtagssitzung fordert er, dass Pensionsbeiträge während
Ausbildungs- und Bildungszeiten durch öffentliche Kofinanzierung
aufgewertet werden und zudem für Studierende die Möglichkeit zur
freiwilligen Selbstversicherung in der gesetzlichen
Pensionsversicherung - als Alternative zu den spekulativen privaten
Pensionskassen - geschaffen wird. Die Aufwertung von Bildungs- und
Ausbildungszeiten soll für maximal 5 Jahre möglich sein. "Wir wollen
das Vertrauen der jungen Menschen in das gesetzliche Pensionssystem
erhalten", begründet Frais seine Initiative, mit der Österreich auch
seinen Zukunftsanspruch als zentrales Bildungsland in Europa festigen
würde.
Wer heute ins Berufsleben einsteigt, fällt zur Gänze in die
sogenannte Pensionskontoregelung. Dieses System führt im Wesentlichen
dazu, dass eine Pension - vergleichbar mit der Höhe einer
"abschlagsfreien Pension" aus dem alten System - nur dann erreicht
werden kann, wenn man über einen Zeitraum von 45 Jahren
Pensionsbeiträge in ausreichender Höhe einbezahlt hat. "Studierende
haben das reale Problem, dass sie selbst bei einem Studium in
Mindestzeit keine 45 Beitragsjahre bis zum Pensionsantrittsalter von
65 Jahren erreichen können. Einziger Ausweg ist derzeit der teure
Rückkauf von Studienzeiten - für den es aber auch keine dauerhafte
Garantie gibt. Lehrlinge und FacharbeiterInnen sind ebenso betroffen,
weil für sie zwar die Jahre ihrer Lehrzeit zählen - aufgrund des
geringeren Verdienstes während dieser Zeiten diese aber für Nachteile
bei der Pensionsberechnung sorgen", erklärt Frais das Problem.
Damit Bildung und Ausbildung aber nicht zum Hemmschuh bei der
Pensionshöhe werden, tritt die SPÖ für Verbesserungen ein. "Die
während der Bildungs- und Ausbildungszeiten geleisteten Beiträge
sollen durch öffentliche Mittel, wie bereits bei den privaten
Pensionskassen praktiziert, aufgewertet werden. Damit würde auch die
Bedeutung von gut ausgebildeten FacharbeiterInnen und AkamikerInnen
für den Arbeitsstandort Österreich öffentlich stärker anerkannt", so
der SP-Klubchef. Unbestritten ist, dass Österreich derzeit auf einen
FacharbeiterInnenmangel zusteuert und auch bei der akademischen
Ausbildung Nachholbedarf hat, wie der Vergleich der Österreichischen
AkademikerInnenquote von etwa 20 Prozent mit dem OECD-Mittelwert von
36 Prozent beweist.
Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS4






