- 29.09.2010, 13:02:19
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SP-Deutsch ad Strache: Von "Blut und Boden" zur Mitleidsmasche
Einfach weinerlich, einfach Strache
Wien (OTS/SPW) - "Bei der Wiener FPÖ muss einiges im Argen liegen,
denn ihre Propaganda treibt immer absurdere Blüten: Auf dem aktuellen
Inserat in den Tageszeitungen stilisiert sich Strache mit einem
Fadenkreuz im Hintergrund zum Opfer der 'Mächtigen'. Nach der
unsäglichen 'Blut und Boden'-Rhetorik sind wir jetzt bei der
weinerlichen Mitleidsmasche angelangt. Strache kopiert damit den
freiheitlichen Übervater Jörg Haider nach dem Motto 'Sie sind gegen
ihn, weil er für euch ist'. Nichts als ein müder Abklatsch, der zeigt
wie verzweifelt die Stimmung in der blauen Parteizentrale ist",
betonte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch
am Mittwoch. "Die heutigen abstrusen Anschuldigungen Straches gegen
die Wiener SPÖ sind auf das Schärfste zurückzuweisen", so Deutsch
weiter: "Wir stehen für das gute Zusammenleben in der Stadt - unsere
Kandidatenliste bildet die Wiener Bevölkerung in ihrer ganzen
Vielfalt ab. Darauf sind wir stolz!" Anstatt unhaltbare alte Vorwürfe
ständig neu aufzukochen, solle Strache selbst Stellung beziehen: "Wie
ist es um das Verhältnis zwischen der FPÖ und ihrem teils
rechtsextremen Umfeld bestellt?"****
Dass sich gerade jene Partei, die keine Gelegenheit auslasse, gegen
Menschen und Religionen zu hetzen, sich zum Opfer einer
"Jagdgesellschaft" stilisiere, sei genauso peinlich wie perfid. Auch
hier handle es sich um ein immer wiederkehrendes Muster in der
FPÖ-Propaganda, so Deutsch: "Der Täter stellt sich als Opfer 'dunkler
Mächte' dar - so wie in den klassischen Verschwörungstheorien, die
gerne von rechter Seite ins Feld geführt werden." Allerdings, so
Deutsch, habe die FPÖ mittlerweile jede Glaubwürdigkeit verspielt:
"Die Robin Hood-Karte 'sticht' längst nicht mehr - hat doch die
Haider-FPÖ immer behauptet, gegen Privilegien zu kämpfen und sobald
sie Regierung 2000 war, verstrickte sie sich nur noch in
Korruptionsskandale."
Insgesamt betrachtet habe der Wahlkampf das Gesicht der FPÖ -
"gekennzeichnet durch ein ambivalentes Verhältnis zur Demokratie und
der Vergangenheit"- offen zutage treten lassen, führte Deutsch weiter
aus: "Strache hat seinen Wahlkampf gleich mit Blut und Boden-Rhetorik
eingeleitet. Dann machte die steirische FPÖ, angeführt von einem
Mitglied der Kameradschaft IV - dem Traditionsverein der Waffen SS -,
virtuell 'Jagd' auf Minarette. Die Fotos, seinen Umgang mit
rechtsextremen Jugendlichen belegen, waren Strache kein klärendes
Wort Wert. Und in seinem jüngsten Propagandapamphlet werden politisch
Missliebige nicht nur als Ratten abgebildet, sondern auch noch mit
einem Gegenmittel ('Odal') bedacht, das an den Namen eines
NS-Propagandablattes erinnert. Es ist bezeichnend, dass Strache
dieses Machwerk als 'Comedy' verharmlost, während sein
Landesparteisekretär Jenewein versucht, kritische Journalisten in
unflätigster Weise mundtot zu machen."
Strache habe seinen Wahlkampf allein darauf aufbaut, Menschen und
Religionen gegeneinander aufhetzen, unterstrich Deutsch: "Für die
Zukunft Wiens hat er kein Konzept, keine Idee. Er steht für den
Rückschritt in Zeiten, die wir längst überwunden glaubten." Dagegen
gestalte die Wiener SPÖ gemeinsam mit den Wienerinnen und Wiener die
Zukunft dieser Stadt, so Deutsch abschließend: "Gegen die
menschenfeindliche Geisteshaltung der FPÖ treten wir mit aller
Entschlossenheit auf - am 10. Oktober wird der blauen Hetze eine
klare Absage erteilt!" (Schluss) tr
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
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