- 28.09.2010, 11:44:14
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Unternehmen der Emerging Markets führen Rangliste der Top-Performer an
Wien (OTS) - BCG-Studie: Die Top Ten der wertschaffendsten
Unternehmen kommen aus Asien - Investments in die Bergbau- und
Rohstoffbranche erzielten höchste Aktienrenditen - in der Bewertung
nach Industrien gehören Mayr-Melnhof Karton AG, der Verbund und bwin
zu den besten 10 ihrer Branche weltweit
Emerging Markets überholen Industrienationen: Während der großen
Rezession konnten Unternehmen aus den aufstrebenden Ländern die
höchsten durchschnittlichen Aktienrenditen erwirtschaften - und sich
damit an die Spitze der globalen Unternehmensrangliste vorarbeiten.
Über die Hälfte (57 Prozent) der Firmen im aktuellen Ranking sind in
den Emerging Markets beheimatet. Mit einer durchschnittlichen
jährlichen Aktienrendite von 18 Prozent erzielten Investitionen in
die Bergbau- und Rohstoffindustrie die höchsten Renditen. Zu diesen
Ergebnissen kommt die Studie "Threading the Needle: Value Creation in
a Low-Growth Economy" der Boston Consulting Group (BCG), die aktuell
zum zwölften Mal in der BCG-Reihe "Value Creators" erscheint.
Basierend auf einer Datenbank von mehr als 4.000 Unternehmen weltweit
enthält die Studie Analysen der durchschnittlich erzielten
Aktienrendite (Total Shareholder Return [TSR], d. h. Kursgewinne und
Dividenden) von 712 Firmen aus 14 Branchen für den Fünfjahreszeitraum
von 2005 bis 2009. Ermittelt werden die besten "Value Creators" -
sowohl branchenübergreifend als auch für einzelne Industrien.
Asiatische Unternehmen erzielten höchste Aktienrenditen
Alle zehn Top-Performer sind an asiatischen Börsen notiert: Fünf
Unternehmen kommen aus China, zwei aus Hongkong und jeweils ein
Unternehmen aus Indien, Indonesien bzw. Südkorea. Zudem sind sieben
der zehn Top-Konzerne (mit einem Börsenwert von mehr als 35
Milliarden US-Dollar) an Börsen in schnell wachsenden Märkten
gelistet - Brasilien, Hongkong, Indien, Mexiko und Südkorea. Von 14
untersuchten Industrien befindet sich nur in einer Branche - der
Pharma- und Medizintechnologie - kein Unternehmen aus den Emerging
Markets unter den besten zehn.
"Infolge der großen Rezession agieren wir in einer Wirtschaftswelt
der zwei Geschwindigkeiten", erklärt Daniel Stelter, Mitautor der
Studie und Senior Partner der Boston Consulting Group. "Die meisten
aufstrebenden Märkte werden relativ schnell auf ihren Wachstumskurs
zurückkehren; die Industrienationen hingegen werden in den kommenden
Jahren nur langsam wachsen. Das beeinflusst die Art, wie Unternehmen
Wert schaffen, und welche Marktteilnehmer sich als Branchenführer
etablieren können."
Investitionen in die Branchen Bergbau und Rohstoffe, Chemie sowie
Maschinen- und Anlagenbau erzielten höchste Renditen
Der durchschnittliche jährliche TSR-Wert für die 712 von BCG
analysierten Unternehmen lag bei 6,6 Prozent; in drei der 14 Branchen
fiel die durchschnittliche Aktienrendite über den Fünfjahreszeitraum
negativ aus. Diese vergleichsweise schlechten Ergebnisse, die sich
deutlich unter dem historischen Langzeitschnitt von rund 10 Prozent
bewegen, reflektieren den drastischen Einbruch der Börsenwerte Ende
2008 infolge der globalen Finanzkrise. Die Erholung der Aktienwerte
im vergangenen Jahr konnte diesen Rückgang nur teilweise wettmachen.
Zu den Gewinnern im diesjährigen Ranking zählt der Sektor Bergbau
und Rohstoffe mit einer durchschnittlichen jährlichen Aktienrendite
von 18 Prozent. Ursache für das gute Abschneiden war neben einem
Anstieg der Rohstoffpreise im Untersuchungszeitraum auch die positive
wirtschaftliche Entwicklung in den aufstrebenden Märkten. Mit einer
durchschnittlichen jährlichen Aktienrendite von 12 bzw. 11,7 Prozent
liegen die Branchen Chemie bzw. Maschinen- und Anlagenbau auf dem
zweiten und dritten Platz.
Die führenden Unternehmen erzielten nicht nur eine deutlich über
dem jeweiligen Branchenschnitt liegende Rendite, sondern schlugen
auch den Gesamtdurchschnitt. So war die durchschnittliche jährliche
Aktienrendite der Top-Ten-Unternehmen mit 75 Prozent mehr als elfmal
so groß wie der Gesamtschnitt der analysierten Firmen. Innerhalb
ihrer Branche übertrafen die besten "Value Creators" die
durchschnittlich erzielte Aktienrendite ihrer Industrie um Werte
zwischen 13,2 Prozentpunkten (Papier- und Zellstoffindustrie) und
34,5 Prozentpunkten (Maschinen- und Anlagenbau). In jeder der
untersuchten Branchen schnitten die führenden zehn Unternehmen
wesentlich besser als der Durchschnitt des Gesamt-Samples ab -
mindestens um 6,6 Prozentpunkte.
"Für Unternehmen bedeutet das, dass sie einen hervorragenden
Wertzuwachs für ihre Aktionäre erzielen können - unabhängig davon,
wie schlecht ihre Industrie im Vergleich zu anderen Branchen und dem
Markt abschneidet", erklärt Frank Plaschke, BCG-Partner und Mitautor
der Studie.
Österreichische Unternehmen schaffen Wert
Auch drei österreichische Unternehmen gehören zu den weltweiten
Top-Performern ihrer Branche: Die Verbund AG und die Mayr-Melnhof
Karton AG rangieren jeweils auf Platz 9 in ihrem Industrieranking,
das Unternehmen bwin Interactive Entertainment schaffte es auf Platz
6 in seiner Branche.
Dividenden und Aktienrückkäufe werden wichtiger
Neben der TSR-Analyse untersucht die BCG-Studie, welche
Auswirkungen ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum auf die
Wertschaffung von Unternehmen in den Industrienationen hat. Die
Zusammensetzung der Aktienrendite wird sich verändern: Kapitalgewinne
werden an Bedeutung verlieren, da ein geringeres Bruttoinlandsprodukt
die Einnahmen und Erträge der Unternehmen schmälert. Zudem werden
Marktbewertungen abnehmen, weil Investoren ihre Erwartungen an
zukünftiges Wachstum revidieren. Gleichzeitig werden
Cash-Ausschüttungen an Aktionäre in Form von Dividenden und
Aktienrückkäufen wichtiger.
Die BCG-Experten identifizieren drei Ansätze für die Wertschaffung in
einem Wirtschaftsumfeld mit geringem Wachstum:
- Wertschaffendes Wachstum: Da es schwieriger wird, profitables Wachstum zu erzielen, müssen Unternehmen ihre Businesspläne überprüfen und Investitionen nur sehr selektiv und nicht um des reinen Wachstums willen durchführen. - Cash-Verwendung: Direkte Auszahlungen an Aktionäre werden wichtiger; daher müssen Unternehmen auch die Art der Auszahlung überprüfen - z. B. die Vorzüge von Aktienrückkäufen oder Dividendenerhöhungen. - Alternative Strategien zur Wertschaffung: Mit Hilfe von Zukunftsszenarien zur Cash-Verwendung können verschiedene Handlungsoptionen (z. B. Investition versus Ausschüttung) durchgespielt und so die Wertschaffungsstrategie optimiert werden.
The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale
Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der
Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen
und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr
Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige
Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des
Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu
verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist
heute an 69 Standorten in 40 Ländern vertreten. Das Unternehmen
befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In
Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2009 mit 865
Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 418 Millionen Euro. Für
weitere Informationen: www.bcg.at
Rückfragehinweis:
The Boston Consulting Group Katharina Sacken Marketing Manager Tel. +43 / 1 / 537 56 - 8163 e-mail: [email protected] www.bcg.at
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