- 25.09.2010, 08:00:18
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"profil": Zweifel an Dissertation von Peter Weibel
Werner Schimanovich, Wiener Mathematiker und langjähriger Freund des Medientheoretikers: "Ich habe dem Weibel seine Diss geschrieben"
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Peter Weibel, angesehener
Medientheoretiker und Leiter des Zentrums für Kunst und
Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe, seine Dissertation nicht selbst
verfasst. Das behauptet zumindest sein langjähriger Freund Werner
Schimanovich gegenüber "profil": "Ich habe dem Weibel die Diss
geschrieben. Er ist dabei gesessen und ich habe ihn geprüft, ob er
versteht, was ich da schreibe."
Peter Weibel meinte im Gespräch mit "profil" schlicht, das würde
nicht stimmen. Gegenüber dem Plagiatsexperten Stefan Weber führte er
zudem aus, Schimanovich hätte ihm damals, Anfang der siebziger Jahre,
lediglich bei Verständnisfragen geholfen.
Obwohl Weibel seine Doktoratsschrift über mathematische Logik nie
veröffentlichen oder approbieren ließ, führt er sie immer wieder in
Kurzbiografien an. Auf die Frage, ob es nicht irreführend sei, eine
Dissertationsschrift im Lebenslauf anzugeben, ohne diese jemals
eingereicht und danach promoviert zu haben, antwortete Weibel
ausweichend: "Ist es nicht das Recht eines Autors, auf eigene Werke
hinzuweisen, auch wenn er sie nicht publiziert?"
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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