- 24.09.2010, 13:26:45
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WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner warnt vor neuen Belastungen für die Wirtschaft
JW-Bundestagung: Abgabenerhöhungen wären "Gift für den Aufschwung"
Wien (OTS/PWK724) - Vor dem Hintergrund der konstanten Zahl der
Unternehmensgründungen und angesichts der wieder nach oben zeigenden
Wirtschaftsdaten warnten WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Rudolf
Trauner, Präsident der WKO Oberösterreich, eindringlich vor neuen
Belastungen für die Wirtschaft und forderten Erleichterungen für
Gründer und Jungunternehmer.
Jetzt an der Abgabenschraube zu drehen wäre eindeutig das falsche
Signal und würde den Aufschwung wieder abwürgen, sagte Trauner bei
einer Pressekonferenz anlässlich der Bundestagung der Jungen
Wirtschaft in Linz. "Österreich hat schon jetzt eine der höchsten
Abgabenquoten in Europa, vor allem der Mittelstand und somit die
Leistungsträger sind in Österreich überproportional belastet.
Abgabenerhöhungen wären das reinste Gift für das Wirtschaftswachstum
und für den Mut und den Optimismus der jungen Menschen bei der
Unternehmensgründung." 2009 wurden in Oberösterreich 4460 neue
Unternehmen gegründet (Österreich: 28.900), im ersten Halbjahr 2010
waren es 2662 (Österreich: 16.000).
Die meisten Unternehmen werden als Ein-Personen-Unternehmen
gegründet und gerade diese Kleinstunternehmen haben sich als sehr
krisenfest erwiesen. EPU würden sich in Zeiten der Krise weniger
stark betroffen zeigen. Für diese Kleinunternehmen fordert Trauner
u.a. die Abschaffung der Mindestkörperschaftssteuer, die Verbesserung
der steuerlichen Situation von Personen mit Arbeitsplatz im
Wohnungsverband sowie weitergehende Erleichterungen bei der
Gmbh-Gründung.
"Retten wir unser Innovationsklima", lautet der Appell von Markus
Raml, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Oberösterreich.
"Investoren müssen den Mut haben, vielversprechende Start-ups in der
Frühphase zu finanzieren", fordert Raml. Weiters fordert die Junge
Wirtschaft mehr Geld für Forschung und Entwicklung, den Ausbau der
Johannes Kepler Universität Linz und der Fachhochschulen in
Oberösterreich sowie die Erhöhung des Forschungsfreibetrags. Eine
zielgerichtete Einwanderungspolitik und mehr Internationalität seien
laut Raml unbedingt notwendig, um Oberösterreich für Spitzen- und
Fachkräfte attraktiv zu machen.
Auch bei der Abwicklung von Forschungsförderungen für kleine- und
mittlere Unternehmen fordert die Junge Wirtschaft Vereinfachungen, da
gerade Technologie-Start-Ups nicht die Mitarbeiter und Ressourcen für
die komplizierte Beantragung von Fördergeldern und die Abwicklung von
Förderprojekten haben.
Rückfragehinweis:
Anton Pfaffenwimmer Medienabteilung Oberösterreichische Wirtschaft / Kammernachrichten Hessenplatz 3 / 4020 Linz T +43 (05)-90909-3325 F +43 (05)-90909-3311 E [email protected] W http://wko.at/ooe
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