- 24.09.2010, 10:49:04
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"Falsche Weichenstellung bei Bildung und Forschung korrigieren"
Offener Brief von Universitätenkonferenz und Fachhochschul-Konferenz an die Regierungsspitze
Wien (OTS) -
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrter Herr Vizekanzler!
Bildung und Forschung sind wesentliche Triebfedern der
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Sie schaffen die
Basis für Prosperität, Wohlfahrt und sozialen Frieden. Der Standort
Österreich hat sich, verglichen mit anderen Staaten der Europäischen
Union, in den Jahren vor der Wirtschaftskrise hervorragend entwickelt
und steht auch heute angesichts der nach wie vor anhaltenden
weltwirtschaftlichen Probleme viel besser und stabiler da als die
meisten anderen Länder (nicht nur der Europäischen Union).
Viele Staaten haben in den Zeiten der Krise erkannt, dass gerade
im Bildungs- und Forschungsbereich zusätzliche Mittel investiert
werden müssen. Qualitativ hochwertige Bildung und Ausbildung sowie
starke Forschung und Innovation gelten weithin als vielleicht
wichtigste Voraussetzungen wirtschaftlichen Erfolgs. Die soeben
erschienene OECD Studie "Education at a Glance 2010" bestätigt dies
überdeutlich.
Die Aufwendungen für das österreichische Forschungs-,
Universitäts- und Hochschulsystem bleiben jetzt schon hinter den
politischen Zielsetzungen der EU-Kommission, des Nationalrats und
auch der Bundesregierung zurück.
Mit großer Besorgnis stellen wir nun fest, dass hinkünftig nicht
nur keine zusätzlichen Mittel mehr in diese zentralen Sektoren
fließen sollen, sondern dass sogar reale Kürzungen geplant sind. Dies
steht in krassem Widerspruch zum grundsätzlichen Bekenntnis zur
Bedeutung von Bildung und Forschung im aktuellen Regierungsprogramm.
Wir fordern Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler / sehr geehrter
Herr Vizekanzler, nachdrücklich auf, diese Position der
Bundesregierung zu überdenken und die aus unserer Sicht falsche
Weichenstellung zu korrigieren. Bei allem Verständnis für die
schwierige Lage der öffentlichen Haushalte und den sich daraus
ergebenden Konsolidierungsbedarf sollte der Rotstift nicht
ausgerechnet dort angesetzt werden, wo es nach übereinstimmender
Ansicht aller einschlägigen Experten/innen darum geht,
Zukunftschancen zu schaffen und nachhaltig zu sichern.
Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung
Hans Sünkel, Präsident der Universitätenkonferenz (uniko)
Werner Jungwirth, Präsident der Fachhochschul-Konferenz (FHK)
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Liechtensteinstraße 22, 1090 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at Mag. Kurt Koleznik Fachhochschul-Konferenz (FHK) Generalsekretär Bösendorferstraße 4/11, 1010 Wien Tel: +43 (0) 1/8906345-10 Fax: +43 (0) 1/890 6345 60 www.fhk.ac.at
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