- 24.09.2010, 09:45:51
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Khol: Mit Hundstorfers "Belohnungsvorschlag" nimmt sich nun auch der zuständige Minister endlich des Themas an!
Jetzt alle Zahlen auf den Tisch! Zusätzlich muss Reform der "Hackler"-Pension bis Jahresende endlich stehen.
Wien (OTS) - "Am 18. Feburar 2010 präsentierte die
Bundesobmann-Stellvertreterin des Seniorenbundes, Mag. Gertrude
Aubauer, der Öffentlichkeit das "Seniorenbund-Belohnungsmodell",
einen finanziellen Anreiz für all jene, die nach erreichen des
gesetzlichen Pensionsantrittsalters weiterhin arbeiten möchten.
Während anfangs die Skepsis recht groß war, nahm die Diskussion
spätestens mit dem Vorschlag von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl -
er richtet sich an jene, die eine vorzeitige Pension (zB Korridor-
od. "Hackler"-Pension) antreten könnten - Fahrt auf. Nun hat auch der
zuständige Minister ebenfalls einen Vorschlag auf den Tisch gelegt.
Dass sich nun auch Hundstorfer des Themas annimmt macht uns
zuversichtlich, dass wir schon zu Beginn des nächsten Jahres eine
Kombination dieser Modelle den arbeitswilligen älteren Arbeitnehmern
vorlegen können", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des
Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des
Österreichischen Seniorenrates.
Seniorenrat-Arbeitsgruppe & Sozialpartnergespräche
In der gestrigen Sitzung von Vorstand und Präsidium des
Österreichischen Seniorenrates war beschlossen worden, in einer
Arbeitsgruppe alle drei Modelle (Seniorenbund, Leitl, Hundstorfer) zu
prüfen. In weiterer Folge sollte in Sozialpartnergesprächen ein
umfassendes Maßnahmenpaket für ältere Arbeitnehmer erarbeitet werden.
Seitens des Seniorenbundes ist diesbezüglich weiterhin eine
Kombination von "Leitl-Modell" und "Seniorenbund-Modell" geplant:
"Jenen, die eine vorzeitige Pension (zB Korridor- oder
"Hackler"-Pension) antreten könnten würde bei Verzicht auf die
Pension das "Leitl-Modell" zugute kommen. 1/4 der Pension würde dem
Gehalt zugeschlagen, 1/4 der Pension wäre die Belohnung für den
Arbeitgeber, 1/2 der Pension verbliebe im Pensionstopf. All jenen,
die auch nach Erreichen des gesetzlichen Antrittsalters
weiterarbeiten möchten und dabei ihre Pension nicht beziehen, käme
das "Seniorenbund-Belohnungsmodell" zugute: Für jedes länger
gearbeitete Jahr erhielte man später 8% mehr Pension - also bis zu
40% mehr. Beide Modelle könnten man übrigens auch in Anspruch nehmen,
wenn man seine Arbeitszeit reduziert", skizziert Khol die
wohlüberlegten Seniorenbund-Pläne zu den Anreizen für längeres
Arbeiten.
"Beim "Hundstorfer-Modell" ist noch einiges zu hinterfragen. Zum
einen ist ein pauschaler Zuschlag von 250,- Euro eine nicht
sachgerechte Gleichmacherei, wobei wir den Medien auch noch nicht
entnehmen konnten, aus welchem Budget dieser Betrag bezahlt wird. Zum
anderen fehlt bei diesem Modell der Anreiz für die Arbeitgeber (wie
beim "Leitl-Modell"), der für uns einen wichtigen Punkt für den
Erfolg der Modelle darstellt", stellt Khol weiter fest.
"Der Sozialminister, bzw sein mit Experten bestens ausgestattetes
Ministerium, haben das "Hundstorfer-Modell" mit Sicherheit längst
durchgerechnet. Wir freuen uns, diese Zahlen nun möglichst rasch zu
erhalten. Gewiss wird der Minister damit unsere Zweifel lindern
können. Und unsere Arbeitsgruppe kann dann möglichst bald tagen
kann", ist Khol sicher.
Nur zusammen mit umfassender Reform der "Hackler"-Pensionen!
"Festzuhalten ist allerdings, dass all diese Vorschläge eine echte
Reform der so genannten "Hackler"-Pensionen NICHT ersetzen! Das
Regierungsprogramm hält ausdrcüklich fest, dass bis Ende 2009 (!!!)
eine finanzierbare (!!!) Neuregelung vorgelegt werden muss. Wir
ersuchen daher den zuständigen Minister Hundstorfer nun auch in
diesem Punkt dringend einen nachhaltig finanzierbaren Vorschlag
vorzulegen - im Sinne der Sicherheit für die Betroffenen, ebenso wie
der Sicherheit des gesamten Pensionssystems. Dass die bisher
vorgelegten Denkansätze weiterhin zu teuer sind haben wir dazu
mehrfach festgehalten", fordert der Seniorenrats-Präsident Minister
Hundstorfer auf, nun einen validen Vorschlag zu unterbreiten.
ANHANG: Im Anhang finden Sie die Berechnungen des
"Seniorenbund-Belohnungsmodells", basierend auf Zahlen, die mit der
PVA abgestimmt wurden. Berechnungen: Seniorenbund.
Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, [email protected]; www.seniorenbund.at
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