• 22.09.2010, 13:54:27
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Berlakovich: Rad und Öffis Testsieger bei Mobilitätswoche 2010

Wien (OTS) - 435 Gemeinden haben bei der vom Klimabündnis
organisierten größten Mobilitätskampagne für klimafreundliche
Mobilität teilgenommen - so viele wie noch nie. Die Highlights der
Mobilitätswoche von 16. bis 22.9.: In 8 Städten der große
Verkehrsmittelvergleich, in NÖ die geräuschvollste Radlkolonne,
BürgerInnen die autofreie Straßenbereiche genießen und feiern z.B. in
Wien, Salzburg und Reutte.

Fahrrad gegen Öffi gegen Auto. In Wien, Graz, Linz, St.Pölten,
Eisenstadt, Wels, Steyr und Feldkirch/ Region Vorderland wurde der
direkte Vergleich durchgeführt. Und wieder einmal zeigte sich: Auf
Kurzstrecken ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel in der
Stadt. "Das beweist einmal mehr, dass das Umsteigen auf
klimafreundliche Alternativen nicht nur gesünder ist und weniger
Kosten verursacht, sondern gleichzeitig auch noch Zeit spart.
Umweltfreundliche Mobilität wird immer wichtiger. Auch und vor allem
in unseren Gemeinden. Der Mobilitätswochen-Teilnehmerrekord ist der
beste Beweis dafür", so Umweltminister Niki Berlakovich. Zum bereits
elften Mal organisierte das Klimabündnis mit Unterstützung des
Lebensministeriums die Mobilitätswoche: Mehr als 2000 Städte nahmen
heuer europaweit daran teil. Österreich ist dabei mit 435 Gemeinden
Spitzenreiter.

Ergebnisse der Mobilitätswochen-Championship

km     Rad     Elektrorad      Öffis     Auto
Graz          5     Sieger   +2 Min          +13 Min   +19 Min
Sulz 
->Feldkirch   7     Sieger   +3 Min          +12 Min   +11 Min
Wels 1        6     Sieger   +3 Min           +4 Min   +14 Min
Wels 2        5     Sieger   +4 Min           +8 Min   +10 Min
Wels 3        3     Sieger    0 Min           +4 Min    +9 Min
St. Pölten    4     Sieger    -               +1 Min    +9 Min
Wien          6     Sieger    -               +1 Min   +10 Min
Steyr         5     +2 Min   Sieger           +5 Min    +3 Min
Puchenau 
->Linz        4     +2 Min    -               Sieger    +9 Min
Eisenstadt    3     +2 Min   E-roller:        zu Fuss:  Sieger
                             0 Min            +11 Min

Ein Highlight der Mobilitätswoche 2010 waren die Vergleichsfahrten
der Mobilitätswochen-Championship. In Wien, Graz, St. Pölten, Steyr,
Feldkirch siegte das Fahrrad, bei der Fahrt von Puchenau nach Linz
die Öffentlichen Verkehrsmittel, in Eisenstadt das Auto ganz knapp
vor dem Elektroroller. In 7 von 8 österreichischen Städten hatte das
Auto bei den Vergleichsfahrten in der Hauptverkehrszeit durch Stau
und Parkplatzsuche das Nachsehen. Peter Czermak,
Klimabündnis-Mitarbeiter und Koordinator der Mobilitätswoche in
Österreich: "Das Ergebnis der Mobilitätswochen-Championship soll für
die Städte ein weiterer Anreiz sein, mehr Infrastruktur und
Straßenraum für den Fahrradverkehr bereitzustellen. Z.B. würden
Rad-Hauptverkehrsstraßen in Form von eigenen Fahrradstraßen im
städtischen Nebenstraßennetz eine große Attraktivitätssteigerung
bedeuten. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, fördert nicht nur seine
Fitness, sondern schont auch sein Geldbörsel. Der durchschnittliche
Arbeitsweg hat eine Länge von 7 km, die jährlichen Nutzungskosten
eines Autos betragen dafür Euro 450. Genauso viel kostet auch eine
Wiener Jahresnetzkarte für die Öffis. Werden auch die Fixkosten des
Autos berücksichtigt, dann beträgt die Arbeitswegersparnis Euro
1.300."

Autofreies Genießen

In Wien wurden beim Straßenfest auf der Josefstädter Straße und
beim aufgelegten Rollrasen am Ring autofreie Bereiche von den
StadtbewohnerInnen in Besitz genommen und festlich belebt. Auch in
Salzburg wurde in den Stadtteilen Maxglan und Mülln der Rollrasen
ausgelegt. Tausende SalzburgerInnen genossen es, durch die Straßen zu
flanieren oder gar in originellen Seifenkisten den Müllner Hügel
Richtung Altstadt hinunterzurollen. Sogar vier Tage lang war in
Reutte in Tirol der Untermarkt im Stadtzentrum für die BürgerInnen
autofrei und festlich belebt. Am Autofreien Tag erfolgte dort die
Aktion der "Verkehrsschrumpfung": eine beeindruckende Stauschlange in
Form von Spielzeugautos. Am Samstag wird dann in einer
BürgerInnenversammlung über eine mögliche dauerhafte autofreie
Gestaltung im Stadtzentrum diskutiert. Das Fahrrad als besonders
lärmarmes Verkehrsmittel wurde in Langenlois beim RADLresonanzREKORD
parodiert. In Volksfestcharakter kamen 400 begeisterte Radler und
Radlerinnen aller Altersgruppen zusammen, um einmal als Radelnde
möglichst viel Krach zu machen.105 dbA zeigte der Maximalpegel, der
von rasselnden, trommelnden, Kuhglocken läutenden RadlerInnen erzeugt
wurde. Das war sehr laut, doch noch immer leiser als der
Geräuschpegel drei Meter neben einer stark befahrenen Bundesstraße
oder Autobahn.

Pressefotos Mobilitätswoche 2010
www.mobilitaetswoche.at

Rückfragehinweis:
Mag. Hannes Höller, Klimabündnis,
Tel.: 0664/8539409, [email protected]

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