• 22.09.2010, 11:00:13
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Sanierungsinvestitionen bei Heizungen rückläufig!

Wien (OTS) - Bei Sanierungsinvestitionen in Heizkessel ist ein
deutlicher Rückgang erkennbar. Damit sind nicht nur Arbeitsplätze in
der Heizungsbranche in Gefahr, auch eine Reduktion des
Energieverbrauches fällt ohne Heizungsmodernisierung geringer aus.
Der Sanierungsscheck als erfolgreiches Anreizsysteme sollte daher
wieder aufgelegt werden.

Die Zahlen des 1. Halbjahres der Vereinigung Österreichischer
Kessellieferanten (VÖK) lassen einen deutlichen Rückgang der
Sanierungsinvestitionen bei Heizkesseln erkennen. Der Absatz von
Festbrennstoffkessel - also Heizungsanlagen die mit Holz, Pellets
oder Hackschnitzel betrieben werden - ist um 20 Prozent
zurückgegangen. Noch deutlicher ist der Rückgang im Bereich der
Wärmepumpen mit minus 23 Prozent!

Wenn nicht saniert wird, kommt auch keine Solaranlage aufs Dach.
War man in diesem Bereich bisher kontinuierlich auf Wachstumskurs, so
zeigt sich auch hier mit einem Marktrückgang um 10 Prozent trotz
Medienkampagne ein negativer Trend.

Der Absatz von Gasgeräten ging mit rd. 1 Prozent nur geringfügig
gegenüber dem Vorjahr zurück. Einzig der Absatz von
Öl-Brennwertkessel konnte gesteigert werden. Diese Trendumkehr ist
auf die Förderaktion der Mineralölwirtschaft zurückzuführen.

Nach einem Rückgang der Baubewilligungen für Ein- u.
Zweifamilienhäuser von 2006 bis 2009 von 21% und im
Mehrfamilien-Wohnbau von 10% rechnet das WIFO für die Jahre 2010 und
2011 abermals mit einem Rückgang von insgesamt 7,4% (Ein- und
Zweifamilienbau minus 7,6% bzw. Mehrfamilienwohnbau minus 7,3%).

"Bisher schlug der Rückgang im Neubaubereich durch verstärkte
Absätze im Sanierungsbereich in der Heizungsbranche nicht voll
durch" erklärt Dr.Elisabeth Berger, Geschäftsführerin der VÖK. "
Sollten erfolgreiche Anreizsysteme wie der Sanierungscheck 2009 nicht
wieder aufgelegt werden, so sehe ich wenig Chancen, wie der
Sanierungsmarkt die Rückgänge im Neubau kompensieren soll".

Dies würde die Branche, die immerhin 45.000 Mitarbeiter
beschäftigt und derzeit 5.000 Lehrlinge ausbildet, empfindlich
treffen.

Aber nicht nur Arbeitsplätze sind gefährdet: Die Reduktion von
Emissionen, ein erklärtes Ziel und eine vertragliche Verpflichtung
der Bundesregierung, kann nur über eine Reduktion des
Energieverbrauches erfolgen. Dabei ist es unabdingbar das Heizsystem
den Erfordernissen des gedämmten Hauses entsprechend anzupassen, also
zu Redimensionieren!

Eine Reduktion der CO2 Emissionen um bis zu 10 Tonnen oder 30 %
pro weniger Energieverbrauch Jahr und Haus sollten eigentlich Grund
genug für eine Modernisierung der Heizung sein. Immerhin sind die
Wäremverluste durch einen alten Heizungskessel genauso groß wie durch
eine schlecht gedämmte Hauswand. 600.000 Heizungsanlagen in
Österreich sind bereits länger als 15 Jahre in Betrieb und müssten
dringend getauscht werden!

Rückfragehinweis:
Dr.Elisabeth Berger 0664/2120151
mailto: [email protected]

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