- 22.09.2010, 08:10:45
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Atom: Schüssel casht voll ab
Verlängerung der Laufzeiten von deutschen AKW nützt dem Ex-Kanzler
Wien (OTS) -
- ÖVP-Politiker sitzt im Aufsichtsrat eines deutschen Energie-
Riesen, kassiert bis zu 117.000 ! pro Jahr
- Und seine Parteifreunde, Minister Berlakovich und Landeschef
Pühringer, kämpfen gegen deutsche AKW
Die Grünen schäumen. So viel Dreistigkeit müsse jemand einmal
aufbringen können, fauchen sie: Während hierzulande
ÖVP-Umweltminister Niki Berlakovich die Laufzeitverlängerung der
deutschen Atomkraftwerke massiv kritisiert, soll der ehemalige
ÖVP-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel davon persönlich ordentlich
profitieren - als Aufsichtsrat (seit April) eines der größten
Atomstromerzeuger Deutschlands, RWE. Dort kassiert er jährlich 40.000
Euro.
Dazu kommen 8160 Euro monatlich als Abgeordneter zum Nationalrat.
Aber auch mit dem Zubrot der Atom-Lobby muss sich der Ex-Kanzler
nicht allein zufrieden geben: Laut RWE-Verträgen konnten die
Aufsichtsräte 2009 ihre Jahresgage um 77.000 Euro auffetten. Schüssel
hätte also mindestens 117.00 Euro verdient.
Nun, da die Laufzeiten aller AKW durch die deutsche Regierung
verlängert wurden, könnten auch die Boni der RWE-Aufsichtsräte -
durch begünstigte Aktienkurse - 2010 bis auf 128.332 Euro ansteigen.
In Summe hätte der ÖVP-Abgeordnete dann zwischen 231.000 und 282.572
Euro im Jahr. Genauso viel wie Schüssel damals als amtierender
Bundeskanzler verdient hat.
"Wolfgang Schüssel profitiert persönlich davon. Das ist nicht nur
schwerer Verrat am österreichischen Anti-Atomkonsens, sondern auch
glatte politische Korruption. Schüssels berufliches Doppelleben ist
untragbar", kritisiert Grünen-Chefin Eva Glawischnig im
"Heute"-Gespräch und fordert seinen sofortigen Rücktritt als
Abgeordneter.
Rückfragehinweis:
Tageszeitung Heute
Ressort Politik
Email: [email protected]
Tel.: 050-950-12211
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