- 21.09.2010, 15:44:48
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Wlodkowski: Gentechnikfreiheit von EU und nicht von Grünen geregelt
Österreichs Bauern im harten Wettbewerb - Markt zahlt keine Mehrkosten
Wien (OTS) - "Gentechnikfreiheit bei Nahrungsmitteln ist und
bleibt auf EU-Ebene nach gründlicher, jahrelanger wissenschaftlicher
Prüfung geregelt und ist im österreichischen Lebensmittelkodex noch
strenger festgelegt. Es kann daher gar keine Rede sein von einem
Etikettenschwindel bei tierischen Produkten. Wenn die Grünen hier
eine neue Definition von Gentechnikfreiheit einführen wollen, dann
müssen sie dies auf EU-Ebene deponieren und nicht bei der
Landwirtschaftskammer. Mit solchen unverantwortlichen Angriffen auf
die bäuerliche Landwirtschaft wird das Vertrauen in die heimische
Agrarbranche mit ihren qualitativ hochwertigen Produkten zerstört.
Gleichzeitig ist die Kompetenz von Wolfgang Pirklhuber im Bereich der
Landwirtschaft in Frage zu stellen", wies Gerhard Wlodkowski,
Präsident der LK Österreich, die Vorwürfe in Sachen gentechnikfreie
Lebensmittel des Grünen-Landwirtschaftssprechers Pirklhuber auf das
Schärfste zurück.
Tatsache ist, dass sich die bäuerliche Interessenvertretung
ausdrücklich für eine Erweiterung des AMA-Gütesiegel-Systems
einsetzt. Dies ist in der Praxis so zu verstehen, dass Landwirte
freiwillig auf GVO-freie Futtermittel umstellen und dies auch
entsprechend ausloben können. "Dazu brauchen wir in Österreich aber
kein neues Gentechnikfrei-Gütesiegel, zumal es bereits die
Gentechnik-frei-Kennzeichnung gibt und jedes neue Zeichen Österreichs
Konsumenten verwirren würde", unterstrich Wlodkowski.
Der LK Österreich-Präsident hielt in dem Zusammenhang auch fest,
dass die gentechnik-freie Produktion auf längere Sicht nur dann
aufrechterhalten werden kann, wenn die Konsumenten auch bereit sind,
entsprechende Produkte bewusst verstärkt zu kaufen. "Denn schließlich
sind bei der Entscheidung über die Form der Landwirtschaft in
Österreich und Europa die Konsumenten mit ihrem Einkaufsverhalten
ausschlaggebend. Unsere heimische Landwirtschaft wird auch weiterhin
auf eine gentechnikfreie Pflanzenproduktion setzen und gleichzeitig
den Ausbau einer ebenso gentechnikfreien Futtererzeugung
vorantreiben, stellte Wlodkowski fest.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, 8523
mailto:[email protected]
www.lk-oe.at
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