• 21.09.2010, 11:01:21
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ÖH Uni Wien: Schluss mit absurder Bildungspolitik

Studierende sehen die "Unis im Wunderland" und üben scharfe Kritik an Bildungspolitik der Wissenschaftsministerin

Wien (OTS) - Mit kreativen Kostümen und einer Tafel voller
leiblicher Genüsse stellte die Hochschüler_innenschaft an der Uni
Wien heute die groteske Bildungsdiskussion dar.

"Unsere AbsurdiTEEtsstunde zeigt auf, dass die aktuelle Debatte
vollkommen realitätsfern ist. Studierende fühlen sich wie Alice im
Wunderland, die unverhofft in die Teestunde gerät und den Sinn der
sich unendlich im Kreis drehenden Unterhaltung am Tisch nicht folgen
kann", erklärt Flora Eder, Vorsitzteam ÖH Uni Wien, die heutige
Aktion vor dem Wissenschaftsministerium.

Es wird in der momentanen Bildungsdebatte partout nicht wahrgenommen,
dass Forderungen nach Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen
jeglichen Studien widersprechen.

"Die Politiker_innen müssen endlich begreifen, dass sinnvolle
Bildungspolitik anders aussieht und von den überholten Rufen nach
Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen abgehen!", zeigt sich Oona
Kroisleitner, Vorsitzteam ÖH Uni Wien, empört über die elitären
Ansichten, die in der momentanen Bildungsdebatte breitgetreten
werden.

Bei der momentanen Diskussion steht nicht Bildung an sich im
Mittelpunkt, sondern das, was sie kostet, kosten darf oder kosten
soll. "Die Politiker_innen müssen begreifen, wie groß der
gesellschaftliche Wert von Bildung ist. Die Regierung muss endlich
ausgeben, was nötig ist", so Veronika Helfert vom Vorsitzteam der ÖH
Uni Wien.

So zeigt die OECD-Studie, dass Österreich zu wenig Akademiker_innen
hat und dass das nicht nur an den "vielen Studienabbrecher_innen"
liegt sondern auch an der geringen Zahl von Studienanfänger_innen.
Die Studierenden- Sozialerhebung zeigt wiederum, dass der Großteil
aller Studierenden neben dem Studium auch arbeitet und diese
Arbeitszeit die Zeit die für das Studium aufgewandt werden kann
entscheidend verringert, die Folge sind Langzeitstudis und
Studienabbrecher_innen, sobald das Studium nicht mehr mit dem Beruf
vereinbar ist. Die Erhebung zeigt des weiteren, dass es immer noch
einen eklatanten Unterschied der "Sozialen Herkunft" von
Studienanfänger_innen gibt. Kinder deren Eltern einen höheren
Schulabschluss haben studieren mit einer ca. 2,5 mal größeren
Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu Kindern deren Eltern nur einen
Pflichtschulabschluss haben.

"Es muss endlich gegen die enorme Schieflage im Bildungssystem
gesteuert werden. Ansonsten wird der Scherbenhaufen zu groß, um ihn
wegzuräumen", schließt das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

Die heutige Pressemappe und Fotos der "AbsurdiTEEts-Stunde" finden
Sie unter http://www.oeh.univie.ac.at/politik/unis-im-wunderland.html

Rückfragehinweis:
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Lucia Bischof: 0676 97 18 993
Johanna Pisecky: 0680 20 80 370

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