• 15.09.2010, 11:09:04
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Wlodkowski: Studie zeigt - Agrarbudget-Kürzung schadet ganzem Land

WIFO: Katastrophenszenario ohne Programm Ländliche Entwicklung

Wien (OTS) - "Die EU-Fördergelder sind wesentlich dafür
verantwortlich, dass in Österreich der ländliche Raum ökonomisch
stärker wächst, als der Durchschnitt. Das hat jetzt auch eine
Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) untermauert.
Daher beleben diese Zahlungen nicht nur die Landwirtschaft, hier kam
es im internationalen Vergleich zu einem abgebremsten Strukturwandel,
auch die übrige Wirtschaft profitiert spürbar von diesen Zuwendungen.
Radikale Streichungen dieser Fördermittel hätten katastrophale
Folgen, nicht nur für die Bauern. Die Arbeitslosenzahlen im
außerlandwirtschaftlichen Bereich würden um mindestens 23.000 steigen
und die Nettozahlerposition würde sich von EUR 356 auf 883 Mio.
verschlechtern. Weniger Zahlungen für die Bauern wäre also ein tiefer
Schnitt ins Fleisch der österreichischen Gesamtwirtschaft", stellte
Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zur Studie
"Landwirtschaft und ländlicher Raum", präsentiert von Franz Sinabell
vom WIFO, fest.

25% weniger Biofläche

"Wie bedeutend die Förderung im Bereich ländliche Entwicklung ist,
zeigt sich erst, wenn ein Szenario ohne diese Zahlungen gerechnet
wird, wie dies das WIFO gemacht hat. So würde Österreichs
Landwirtschaft ohne dieses Programm 13% an Wertschöpfung und 15% an
Produktion verlieren. Die Biofläche würde um 25% zurückgehen", so
Wlodkowski. Er ergänzte: "Die gesamte österreichische Volkswirtschaft
müsste mit einem Wertschöpfungs-Minus von EUR 1,4 Mrd. und einem
schmerzhaften Rückgang der Arbeitsplätze rechnen."

Um Agrarbudget kämpfen

"Diese Untersuchung zeigt uns nicht nur, dass die Förderungsmittel
gut angelegt sind, weil sie den ländlichen Raum stärker voranbringen,
als andere Regionen, sie beweist auch, dass die gesamte
Volkswirtschaft davon direkt profitiert. Daher werden wir um jeden
Euro und jeden Cent kämpfen, wenn es ab Herbst gilt, die Budgets für
die Bäuerinnen und Bauern in Wien und Brüssel zu fixieren", erklärte
Wlodkowski abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle:
Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53441-8521,
Fax +43/1/53441-8519,
E-Mail [email protected]

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