- 13.09.2010, 16:28:15
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Gesellschaftliche Stellung der Frauen weiter verbessern
Frauensituationsbericht 2010 wurde präsentiert
Bregenz (OTS/VLK) - Der vom Frauenreferat des Landes Vorarlberg,
dem ÖGB Vorarlberg und der AK Vorarlberg herausgegebene
Frauensituationsbericht wurde heute, Montag, im Landhaus vorgestellt.
"Der Bericht zeigt uns den jeweils aktuellen Stand, wie unsere
Bemühungen in Sachen Chancengleichheit der Geschlecher vorankommen,
und ist dadurch eine wichtige Handlungsgrundlage", sagte Landesrätin
Greti Schmid.
Mehr als die Hälfte der Vorarlberger Bevölkerung - nämlich 50,7
Prozent - sind Frauen. In den letzten Jahren hat es eine ganze Reihe
von Verbesserungen in Richtung Gleichstellung der Geschlechter
gegeben. "Am Ziel sind wir aber noch lange nicht", betonte LR Schmid.
- Ausbildung: 60 Prozent der Maturaabschlüsse in Vorarlberg gehen auf
das Konto von Frauen. Auch bei den aus Vorarlberg stammenden
Studierenden sind die Frauen in der Mehrheit.
- Erwerbsbeteiligung: Die Erwerbstätigenquote der Frauen in
Vorarlberg lag 2009 bei 66,7 Prozent und damit erstmals über dem
Bundesdurchschnitt (66,4 Prozent). Zurückzuführen ist dies zweifellos
auch auf die zunehmend bessere Versorgung mit
Kinderbetreuungseinrichtungen. In den Jahren 2006/07 bis 2009/10
stieg die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren von 9,4 auf
15,1 Prozent, die der Dreijährigen von 48,8 auf 72 Prozent.
- Besetzung von Leitungsfunktionen: Seit 2008 gibt es erstmals in
Vorarlberg eine Primarärztin, seit 2009 erstmals eine
Landesvolksanwältin, eine Landtagspräsidentin und zwei
Landesrätinnen. Der Frauenanteil in den Schuldirektionen stieg
zwischen den Schuljahren 2006/07 und 2009/10 von 33 auf 39 Prozent.
Auch bei der Vergabe von Ehren- und Verdienstzeichen des Landes
setzte eine Entwicklung in Richtung Geschlechtergerechtigkeit ein.
Bei den Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern gibt
es nach wie vor Handlungsbedarf. Der Anstieg der Erwerbstätigenquote
von Frauen basiert in erster Linie auf einem großen Anstieg der
Teilzeitbeschäftigungen. Der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen
ist in Vorarlberg höher als im Länderdurchschnitt und das
Arbeitsausmaß der teilzeitbeschäftigten Frauen ist in Vorarlberg
deutlich geringer als im Österreichdurchschnitt. Während im gesamten
Bundesgebiet 29 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen weniger als
20 Wochenstunden arbeiten, sind dies in Vorarlberg 43 Prozent.
Vorarlberg ist zudem innerhalb Österreichs das Land mit den größten
Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern. Das mittlere
Bruttoeinkommen der Männer ist in Vorarlberg das höchste von allen
österreichischen Ländern, das der Frauen hingegen ist nach Tirol das
zweitniedrigste aller Bundesländer.
Der Frauensituationsbericht ist im Internet unter
www.vorarlberg.at/frauen abrufbar.
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