- 13.09.2010, 13:25:15
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Sünkel zu Karl-Kritik: "Gesetzgeber soll sich Beispiel an Unis nehmen"
Wien (OTS) - Mit Erstaunen nimmt die Universitätenkonferenz
(uniko) die jüngste mediale Kritik von Bundesministerin Beatrix Karl
zur Kenntnis, wonach es an den Universitäten "durchaus
Effizienzdefizite" gäbe. uniko-Präsident Hans Sünkel hält dazu
Folgendes fest: "Gerade die Universitäten haben mit Wirksamwerden des
Universitätsgesetzes 2002 seit Anfang 2004 bewiesen, dass sie die
internen Abläufe entscheidend verbessert haben." Der Gesetzgeber,
dessen Texte in vielen Fällen eine Quelle der Ineffizienz darstellen,
möge sich daher bei den Versuchen zur Hebung des Wirkungsgrades in
der Verwaltung ein Beispiel an den Universitäten nehmen.
So diene etwa die Quasi-Abschaffung der Studienbeiträge durch eine
Unzahl von Ausnahmebestimmungen heute noch als abschreckendes
Beispiel für eine missglückte Regelung, betont Sünkel. Dazu komme das
Faktum, dass die Universitäten vom Bundesministerium für Wissenschaft
und Forschung mit der Erstellung von Datenfriedhöfen, wie etwa
Wissensbilanzen, überhäuft werden, was monatelange Vorarbeiten und
spätere Nachjustierungen nach sich zieht. "Wenn die Bundesministerin
der Ansicht ist, der Output an den Universitäten sei in Relation zu
den Bildungsinvestitionen nicht angemessen, dann ist auch sie
eingeladen, ihr eigenes Ressorts auf hebbare Effizienzpotenziale hin
zu untersuchen", erklärt der uniko-Präsident. Die Universitäten
können bei Bedarf gerne ihre Expertise für eine Optimierung anbieten.
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Liechtensteinstraße 22, 1090 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at
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