- 13.09.2010, 11:30:37
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FMA und OeNB begrüßen die Einigung zu Basel III
Das Paket zieht die richtigen Lehren aus der Finanzkrise und gewährt angemessene Übergangsfristen
Wien (OTS) - Finanzmarktaufsicht (FMA) und Oesterreichische
Nationalbank (OeNB) begrüßen die gestern vom Basler Ausschuss
beschlossene Stärkung der globalen Eigenkapitalstandards. Die
geforderten höheren Mindestkapitalquoten und die verbesserte Qualität
der Eigenkapitalinstrumente erhöhen die Widerstandsfähigkeit der
Banken und stärken damit nachhaltig die Finanzmarktstabilität.
Die Anhebung des harten Kernkapitals (eingezahltes Kapital plus
Gewinnrücklagen) von 2 Prozent auf 4,5 Prozent sowie die zusätzliche
Einführung eines Kapitalerhaltungspuffers in Höhe von 2,5 Prozent
stellen eine begrüssenswerte Stärkung von Qualität und Quantität der
Eigenmittel der Banken dar, damit diese künftig in Krisen Schocks aus
eigener Kraft auffangen können. Hartes Kernkapital (inklusive
Kapitalerhaltungspuffer) in Höhe von zumindest 7 Prozent sowie höhere
Eigenkapitalanforderungen an das Handels-, Derivativ- und
Verbriefungsgeschäft und die Einführung globaler Standards für die
Liquidität von Banken ziehen die richtigen Lehren aus der globalen
Finanzkrise.
Gleichzeitig wird durch angemessene mehrjährige Übergangsfristen und
die Anrechenbarkeit der in der Krise gewährten staatlichen
Kapitalunterstützungsmaßnahmen bis 2018 sichergestellt, dass die
Banken ausreichend Zeit zur Anpassung ihrer Geschäftsmodelle haben.
Das umfassende und ausgewogene Basel-III-Paket wird das Vertrauen in
die Finanzmärkte stärken und so einen wesentlichen Beitrag für deren
Stabilität sowie zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum leisten.
Es gilt nun, das Paket "Basel III" rasch, unverwässert und global
umzusetzen. Auf europäischer Ebene müssen diese neuen Standards noch
durch Rat und Europäisches Parlament beschlossen werden. Dennoch
haben diese Beschlüsse des Basler Ausschusses weitgehende
Planungssicherheit gebracht. Es ist daher erforderlich, dass die
österreichischen Banken ihren Eigenkapitalaufbau konsequent
fortsetzen.
Herausgeber:
Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43-1 404 20/6666
http://www.oenb.at
Rückfragehinweis:
Finanzmarktaufsicht
Klaus Grubelnik
Pressesprecher
[email protected]
Tel: +43-676-88249516
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank Mag. Oliver Huber Pressesprecher Tel.: +43-1 404 20/6622 mailto:[email protected] www.oenb.at
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