- 10.09.2010, 13:37:41
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Wlodkowski: Deutsche Atomkraftwerk-Entscheidung verändert Förderbedarf
Ökostrombericht macht deutlich: Ausbau von Alternativstrom stagniert seit 2007
Wien (OTS) - "Der Ökostromausbau in Österreich ist ins Stocken
geraten, das zeigt der aktuelle Ökostrombericht deutlich. So ist hier
die Strommenge im Jahr 2009 gegenüber 2008 gleich geblieben, bei
keiner einzigen alternativen Technologie gab es Steigerungen der
Einspeisemengen. Auch das Förderungsvolumen hat sich in den letzten
Jahren kaum geändert: 2007 waren es ca. EUR 300 Mio., im Jahr 2008
ca. EUR 260 Mio. und im vergangenen Jahr EUR 280 Mio. Die von der
E-Control heute publizierten Prognosen für einen ab 2010 steigenden
Förderungsbedarf im Ökostrombereich sind daher nachweislich nicht auf
steigende Strommengen aus erneuerbaren Quellen in Österreich
zurückzuführen, sondern resultieren aus der Laufzeitverlängerung für
deutsche Atomkraftwerke. Diese Verlängerung beeinflusst die
Strommarktpreise negativ und hat damit ungünstige Auswirkungen auf
den künftigen Förderbedarf für Ökostromanlagen", erklärte heute
Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.
Österreich verfolgt andere Energiestrategie
"Österreich verfolgt eine andere Politik als der deutsche Nachbar.
Wir wollen an der Energiestrategie und am Ökostromausbau festhalten.
Der heimische Weg der erneuerbaren Stromerzeugung muss daher
weitergeführt werden. Der Wunschtraum der E-Control, kurzfristig
billigen Atomstrom statt langfristig nachhaltigen Ökostrom zur
Abdeckung des steigenden Strombedarfes zu verwenden, entspricht
jedenfalls nicht unseren Vorstellungen von einer ökologisch
verträglichen und nachhaltigen Energiepolitik", stellte Wlodkowski
klar.
Energiestrategie umsetzen
"Ein für alle Mal: Es ist nicht die Aufgabe des behördlichen
Regulators des österreichischen Strommarktes, Energiepolitik im Sinne
der Fossilen- und Atom-Lobby zu machen und die erneuerbaren Quellen
gegeneinander auszuspielen. Es ist allerhöchste Zeit, die Maßnahmen,
die die Energiestrategie vorsieht, zu verwirklichen und dabei müssen
wir alle ganz kräftig an einem Strang ziehen. Denn letztlich hat
Österreich verbindliche Zielvorgaben der EU-Richtlinien bis 2020
einzuhalten. Das wird uns nur gelingen, wenn wir sowohl für die Ziele
bei erneuerbarer Energie als auch bei den Zielen für die
Treibhausgas-Einsparung alle verfügbaren Potenziale nutzen", betonte
der Präsident.
"Statt unnötigen Zwist aus welchen Gründen auch immer zu säen,
müssen wir unsere Kräfte bündeln und in jedem Bereich alle
Möglichkeiten optimal ausschöpfen. Die vorhandenen Technologien sind
zügig weiterzuentwickeln, von Biogas über feste Biomasse, Windkraft
bis hin zur Wasserkraft und Photovoltaik, um die Energiestrategie
optimal umsetzen zu können. Es ergibt keinen Sinn, wegen der
Nostalgiepolitik der Fossilen-Freunde Milliarden-Euro-Strafen für
Zielverfehlungen zu bezahlen, statt rechtzeitig wertvolle
Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen, die Wertschöpfung im Inland
zu halten und der Forschung einen Vorsprung zu sichern", so
Wlodkowski.
(Schluss)
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LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53441-8521, Fax +43/1/53441-8519,
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