- 10.09.2010, 13:12:14
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Grüne Wien rufen zur Teilnahme bei Willenskundgebung "Machen wir uns stark!" auf
Klaus Werner-Lobo: ÖVP will offenbar mächtigen Aufmarsch der Zivilgesellschaft vom Heldenplatz verbannen
Wien (OTS) - Die Grünen Wien unterstützen den Aufruf zahlreicher
zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Willenskundgebung "Machen
wir uns stark!", die am 18. September ursprünglich am Wiener
Heldenplatz stattfinden sollte. Dass der Standort nun an einem
Einspruch der Burghauptmannschaft, einer Einrichtung des
ÖVP-geführten Wirtschaftsministeriums, gescheitert ist, legt laut dem
Grün-Kandidaten Klaus Werner-Lobo den Schluss nahe, dass die ÖVP den
zu erwartenden mächtigen Aufmarsch der Zivilgesellschaft an diesem
symbolträchtigen Ort verhindern wollte.
Begründet wurde die Absage mit dem Erntedankfest des Bauernbundes
(ebenfalls ÖVP), das eine Woche vorher stattfindet, so die
OrganisatorInnen von "Machen wir uns stark!". Der Heldenplatz stehe
deshalb nicht zur Verfügung, weil "eine kommissionelle Begehung zur
Zustandsfeststellung und Vorschreibung von Instandsetzungskosten
[...] und eine kommissionelle Begehung mit den Veranstaltern des Tags
des Sports" durchgeführt werden müsse, der zwei (!) Wochen nach dem
Erntedankfest stattfindet.
Als besonders skandalös bezeichnet Werner-Lobo die Tatsache, dass die
Burghauptmannschaft seit über 40 Jahren den Ball des Wiener
Korporationsringes, einen Aufmarsch rechtsextremer Burschenschaften
in den von ihr verwalteten Räumlichkeiten in der Hofburg genehmige.
"Rechtsradikale und ÖVP-nahe Organisationen dürfen also in der
Hofburg und am Heldenplatz aufmarschieren, während die
Zivilgesellschaft durch völlig absurde bürokratische Schikanen
draußen gehalten wird. Kein Mensch nimmt der Burghauptmannschaft ab,
dass sie für einmal Spazierengehen über den Heldenplatz eine ganze
Woche braucht."
Die OrganisatorInnen planen nun, die Veranstaltung am 18. September
vor dem Heldentor abzuhalten. "Die Grünen Wien unterstützen jede
einzelne Forderung - einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und
Fremdenpolitik, massive Investitionen in Bildung, die gerechte
Verteilung des Wohlstands und Jobs und das entschlossene Eintreten
für eine demokratische Öffentlichkeit - vollinhaltlich und werden
auch auf kommunaler Ebene für die konkrete Umsetzung dieser
Forderungen kämpfen", so Werner-Lobo.
Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]
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