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OTS0194   10. Sept. 2010, 13:08

AK zu Ökostrom: E-Control bestätigt ungerechte Belastung der KonsumentInnen

AK fordert Ausbaustopp bei der Förderung der ineffizienten kleinen Biogasanlagen


"Mit ihren Berechnungen zur Belastung der Konsumenten
beim Ökostrom hat jetzt die E-Control bestätigt, wovor die AK gewarnt
hat", sagt Maria Kubitschek, Leiterin des AK Bereichs Wirtschaft: "Es
ist wenig überraschend, dass der Ökostrom-Anteil an den Energiekosten
steigen wird. Aber es kann nicht sein sein, dass immer nur die
Konsumenten und die kleinen Gewerbebetriebe für erneuerbare Energien
zur Kasse gebeten werden". Auch hier, so Kubitschek, gelte:
"Gerechtigkeit muss sein!" Die Verwendung der Fördermittel aus den
Beiträgen der Konsumenten müsse genauer untersucht und durchschaubar
dargestellt werden. Vor allem dürfe die Förderung der teuren und
ineffizienten kleinen Biogasanlagen nicht weiter ausgebaut werden.
Dabei werden unter anderem Lebensmittel wie Getreide zur
Energiegewinnung verwendet.

Dass die Förderung von Biogasanlagen eher die Verwertung von
Produkten der Intensivlandwirtschaft fördert als den effektiven
Einsatz erneuerbarer Energien, bestätigt auch die E-Control. Sie
rechnet wie die AK vor, dass gerade kleine Biogasanlagen teuer und
ineffizient sind. Rohstoffunabhängigen Energiegewinnungsformen - wie
aus Wind, Wasser und Sonne - ist jedenfalls der Vorrang zu geben: Sie
sind effizienter, brauchen immer weniger Fördermittel, sind
umweltschonender, und es gibt keine Konkurrenz zu anderen
Verwendungszwecken.

Um das Fördersystem effizienter und günstiger zu machen und die
Erzeugung von Ökostrom rasch zur Marktreife zu bringen, soll das
Ökostromsystem zukünftig stärker auf Investitionsförderungen setzen
und weniger auf laufende Betriebsbeihilfen, fordert Kubitschek.
Überdies soll die Höhe der Ökostromkosten auf den Stromrechnungen
klar ausgewiesen werden.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0194 2010-09-10 13:08 101308 Sep 10 AKW0003 0261



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