- 10.09.2010, 10:49:55
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ÖH: Hochschulfinanzierung durch Vermögensbesteuerung
Ausgabenseitig ist bei Unis nichts mehr zu holen
Wien (OTS) - In der Debatte um die zukünftige Finanzierung des
tertiären Sektors in Österreich müssen aus Sicht der ÖH wichtige
finanzpolitische Entscheidungen getroffen werden. "Vermögen wird in
Österreich so gut wie nicht besteuert - bei den vermögensbezogenen
Abgaben liegt Österreich unter allen OECD Ländern an vorletzter
Stelle - alleine die Anhebung auf den Durchschnitt würde mehrere
Milliarden Euro bringen. Geld das die Unis gut brauchen könnten", so
Mirijam Müller, Generalsekretärin der ÖH Bundesvertretung.
"Anstatt Studierende ohne Einkommen mit fragwürdigen
Studiengebührenmodellen zur Kasse bitten zu wollen, sollte Karl das
Geld dort suchen, wo es auch zu holen ist: bei GutverdienerInnen und
Vermögenden. Mit einem progressiven Steuersystem und
vermögensbezogenen Abgaben könnte das Budgetloch gestopft werden.
Oftmals wären davon auch HochschulabsolventInnen, die durch ihr
Studium ein hohes Einkommen haben, betroffen. Damit leisten auch
Studierende ihren Beitrag, aber später, wenn sie auch finanziell dazu
in der Lage sind", so Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH
Bundesvertretung.
"Alleine die Wiedereinführung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer
würde 150 Millionen Euro in die Kassa spülen. Die Regierung darf sich
nicht davor scheuen auch einmal das Wort "Steuer" in Kombination mit
Budgetkonsolidierung in den Mund zu nehmen. Ausgabenseitig ist bei
den Universitäten ganz einfach nichts mehr zu holen - im Gegenteil -
alleine um das Niveau halten zu können brauchen wir mindestens 300
Millionen Euro mehr pro Jahr", so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der
ÖH Bundesvertretung.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Pia Kranawetter, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
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