- 09.09.2010, 13:33:29
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Schatz zu Lohnentwicklung: Löhne hinken seit Jahren Wirtschaftswachstum hinterher
Menschen brauchen ordentliche und faire Lohnerhöhungen anstatt Gnadenbrote
Wien (OTS) - "Die heute veröffentlichten Zahlen, wonach Löhne und
Gehälter in Österreich in den letzten zehn Jahren deutlicher
gestiegen sind als im Schnitt der Euro-Zone, verschleiern eine
wesentliche Tatsache: Die Lohnentwicklung in Österreich ist immer im
Verhältnis zur Produktivitätssteigerung, der Inflation und der
BIP-Entwicklung zu bewerten. Schaut man sich hier die Zahlen an, ist
zu erkennen, dass in den letzten zehn Jahren die durchschnittlichen
jährlichen Lohnsteigerungen 0,5% betrug. Im Vergleich dazu gab es
aber ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von 1,7%.
Die Lohnzuwächse hinken also ganz deutlich dem Wirtschaftswachstum
nach", erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.
In diesem Zusammenhang ist die Ankündigung der Arbeitgeber, bei den
kommenden Herbstlohnrunden keinen Spielraum mehr zu haben, weil die
Lohnerhöhungen des Vorjahres bereits so hoch waren, völlig
inakzeptabel. "Eine Annäherung der Löhne an das Wirtschaftswachstum
ist das Gebot der Stunde. Die Menschen brauchen ordentliche und faire
Lohnerhöhungen und keine Gnadenbrote", fordert Schatz und erläutert:
"Die Wirtschaftskrise wurde in Österreich im hohen Maße durch den
guten privaten Konsum abgefedert. Die Gewinne dürfen daher nicht
wieder an Aktionäre und Manager ausgeschüttet werden, sondern damit
müssen die Löhne und Gehälter der ArbeitnehmerInnen spürbar und fair
erhöht werden".
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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