OTS0215 / 09.09.2010 / 13:11 / Channel: Politik / Aussender: FPÖ Wien
Stichworte: FPÖ / Fiaker / Matiasek / Tierschutz / Wien


FP-Matiasek: "Kulturgut Fiaker" schützen - Konzessionsvergabe- und Unternehmensgründungsstopp jetzt!

Utl.: FPÖ auf der Seite der Traditionsunternehmen - Schluss mit 1-Kutschen-Betrieben =


   Wien (OTS/fpd) - Der Wiener Fiaker sei als "Kulturgut" anzusehen
und als solches auch zu schützen. Derzeit werde diese Berufsgruppe
seitens der Stadt Wien aber völlig vernachlässigt und mit ihren
massiven Problemen im Stich gelassen. Die FPÖ fordert daher eine
eigene Standesvertretung, einen sofortigen Konzessionsvergabe- und
Unternehmensgründungsstopp sowie das Aus für 1-Kutschen-Betriebe, so
heute die Tierschutzsprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Veronika Matiasek.
Weil sich mittlerweile 200 Gespanne 58 Standplätze teilen müssen
herrsche bei den Fiakern derzeit ein regelrechter
Verdrängungswettbewerb. Dabei gehe der stete Druck und
Konkurrenzkampf vor allem zu Lasten der Tiere. Diesen unhaltbaren
Zustand habe allein die SPÖ zu verantworten. Fiaker seien einem
Behördendschungel ausgesetzt, wo sich jeder der Stadträte und
Magistrate ein bisschen, aber niemand wirklich zuständig fühlt. Nicht
einmal eine eigene Standesvertretung in der Kammer werde den
Unternehmern zugestanden, so Matiasek, die diesbezüglich eine
sofortige Änderung fordert.
Wie auch das Traditionsunternehmen Stolba sei Matiasek der Ansicht,
dass Konzessionen viel zu leicht zu haben seien und eine
Unternehmensgründung werde bereits bei Vorhandensein von nur zwei
Pferden und einer Kutsche genehmigt. Da jedem Unternehmer automatisch
eine Platzkarte zustehe, bedeute das, dass die Pferde täglich, das
ganze Jahr über eingesetzt werden dürfen, was auch passiere. Würde
sich Stadträtin Frauenberger auch nur im Geringsten mit ihrem Ressort
beschäftigen, hätte sie längst eingesehen, dass dies dem Tierschutz
in jedem Falle widerspreche und keinesfalls artgerecht sei. Die FPÖ
fordert daher die Stadt Wien auf, 1-Kutschen-Betriebe sofort zu
verbieten. Mindestens vier Pferde zum Wechseln müssen vorhanden sein.
Alleine dadurch würden sich viele Unternehmen von selbst auflösen, es
gäbe keinen Konkurrenzdruck mehr und einzig die Traditionsbetriebe,
bei denen die Tiere quasi zur Familie gehören, blieben bestehen.
Zudem fordert Matiasek einen sofortigen Konzessionsvergabe- und
Unternehmensgründungsstopp, sowie die Reduktion eben dieser. 33
Unternehmen seien viel zu viel und könne Wien gar nicht verkraften.
Eine Beschränkung auf 20 Fiakerbetriebe wäre völlig ausreichend. "Wir
wollen wenige, aber dafür gut geführte Unternehmen, auf die Wien
stolz sein kann.", so Matiasek.
Der Fiaker müsse eine geschützte Institution werden. Ziel müsse sein
die Tradition zu erhalten, den Tierschutz zu verbessern und die
qualitativ hochwertigen, gut geführten Unternehmen zu unterstützen.
Das heißt nicht nur das derzeit angeschlagene Image zu verbessern,
sondern wirkungsvolle Maßnahmen zu setzen, die die Zukunft des Wiener
Fiakers garantieren. Um den Unternehmern neue Möglichkeiten zu
bieten, sollten sie verstärkt bei Großveranstaltungen (z.B. Fête
Impériale) als Zubringerdienst der Gäste eingesetzt, mehr in die
Wien-Werbung eingebunden werden und in Zukunft auch die großen Wiener
Grünflächen befahren, so Matiasek abschließend. (Schluss) hn
Rückfragehinweis:
   Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
   Tel.: (01) 4000 / 81 798
	
							
												
							
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