Wien (OTS) - Nebenlinien und Regionalbahnen retten, anstatt
Umstellung auf Busse, keine Tariferhöhungen, Verbesserung des
Angebots für Fahrgäste. Das sind nur drei von fünf Forderungen der
Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, anlässlich der
morgigen Antritts-PK von ÖBB-Chef Kern. "Ich erwarte mir, dass Kern
dem Finanz-Kuddel-Muddel bei den ÖBB Herr wird und die Prioritäten
endlich richtig setzt. Es ist nämlich eine Frechheit, dass Millionen
Euro für Beraterhonorare, Spekulationen und Investitionen wie
ÖBB-Kraftwerke draufgehen und eine Nebenbahn nach der anderen
eingestellt wird", kritisiert Moser.
Nach zahlreichen Schließungen von Nebenbahnen in Niederösterreich,
stehen nun Strecken in Oberösterreich vor den Aus. Moser erwartet
sich von Kern, dass er entsprechend Druck auf Infrastrukturministerin
Bures ausübt, die sich bisher nicht als Bahn-Freundin präsentiert hat
und die Einstellung der Nebenbahnen mitträgt. "Einsparen durch
Einstellen? Diese Rechnung geht höchstens für ÖBB-Bilanztrickser auf.
Für die Menschen, die von A nach B wollen, ist das ein schlechtes
Geschäft. Öffis kosten 13 Cent pro Personenkilometer, das Auto 35
Cent", erläutert Moser.
Alle Forderungen Mosers:
* Sofortige Beendigung des Finanz-Kuddel-Muddels, wie es auch der
Rechnungshof kritisiert
* Beibehaltung der Nebenbahnen (Donauuferbahn, u.v.a.)
* Solange Angebote heruntergefahren statt verbessert werden, darf die
ÖBB nicht mit Tariferhöhungen Fahrgäste schröpfen
* Die ÖBB muss Kundeninteressen endlich ernst nehmen und sich für die
Sicherheit der Fahrgäste einsetzen. Etwa ZugsführerInnen anstatt
Schaffnerloser Betrieb für mehr Sicherheit und Schikanenloser
Fahrradtransport
* Kern muss Druck auf Bures ausüben: Förderungen für Öffentlichen
Verkehr im Budget 2011 müssen zumindest gleich bleiben
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
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OTS0207 2010-09-09/13:06
091306 Sep 10
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