Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer bekräftigte
heute, Donnerstag: "Wir brauchen die gemeinsame Schule, sonst ist
keine Bildungsreform möglich. Es kann keine moderne, sinnvolle
Schulreform geben, die das Thema gemeinsame Schule ausklammert. Die
ÖVP muss hier der eigenen Wissenschaftsministerin folgen", erinnerte
Mayer daran, dass Ministerin Karl - so wie die SPÖ - für die
gemeinsame Schule eintritt. Anzugehen seien jetzt auch zentrale
Reformschritte wie die neue Lehrerausbildung, das neue Dienstrecht
und eine grundlegende Verwaltungsreform zur Effizienzsteigerung.
Durch die von Bildungsministerin Claudia Schmied gesetzten
Bildungsreformen werde es gelingen, in Österreich zu "Topschulen" zu
kommen, so Mayer. ****
Der SPÖ-Bildungssprecher betonte, dass eine moderne Schule folgende
wichtige Reformschritte brauche:
1) Verbesserte Frühförderung: Mit dem verpflichtenden
Kindergartenjahr sei hier bereits ein "wichtiger Durchbruch"
gelungen, jetzt seien weitere Schritte bei der Frühförderung wichtig
2) Stärkung der Individualisierung des Unterrichts: Hier gehe es um
Qualitätssicherung und Kompetenzsteigerungen in den Grundfertigkeiten
durch Bildungsstandards; Lesen, Schreiben und Rechnen müssen am Ende
der Volksschulzeit fest verankert sein
3)Verbesserte Begabtenförderung und Chancengerechtigkeit durch die
gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen: "Wir dürfen hier nicht
zuschauen, wie unsere Kinder getrennt werden, statt sie zu fördern",
so Mayer; Talente fördern durch fordern; Schwächere stärken durch
fördern; Lernziele werden durch Bildungsstandards optimiert
4) Modulare Oberstufenstruktur: die teilzentrierte Matura sichert
hier die Reife für die tertiäre Ausbildung.
Zwtl.: Weg von Nebengleisen, hin zu zentralen Reformen
In der Bildungsdebatte gelte es, "aus den Nebengleisen zu kommen", so
Mayer, der klarmachte, dass es folgende Reformen brauche:
1) Neue Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer: gemeinsame Ausbildung
aller Lehrer auf universitärem Niveau
2) Neues Dienstrecht: einheitliche gesetzliche Rahmenbedingungen für
alle Lehrer; außerdem sei zu überlegen, wie man junge talentierte
Menschen motiviert, den Lehrberuf zu ergreifen, dazu gehörten auch
höhere Einstiegsgehälter bei höherer Lehrverpflichtung
3) Verwaltungsreform zur Effizienzsteigerung: Rückführung der
aufgeblähten Verwaltungsapparate zu effizienten Organisationsformen;
Aufgaben- und Ausgabenverantwortung in einer Hand; autonome
Schulstandorte: mehr Verantwortung direkt an die Standorte;
Bildungsdirektionen auf Länderebene; Abschaffung der
Bezirksschulräte.
Zum Thema Studiengebühren bekräftigte der SPÖ-Bildungssprecher, dass
die Beschlussfassung in der SPÖ klar sei: "Wir wollen den freien
Zugang erhalten". (Schluss) mb
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OTS0160 2010-09-09/12:08
091208 Sep 10
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