• 09.09.2010, 11:45:32
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Lebensmittelqualität auf dem AK-Prüfstand: Bilanz nach 20 Jahren

Linz (OTS) - Seit 20 Jahren führt die Konsumenteninformation der
AK Oberösterreich Lebensmitteltests durch. Und sie konnte einiges
bewirken: Die Handelsunternehmen arbeiten zunehmend mit der AK
zusammen. Sie nutzen die Testergebnisse für Qualitätsverbesserungen
und holen sich Vorschläge zur Optimierung etwa der Hygienemaßnahmen.
Bei einigen Produkten sind auch tatsächliche Fortschritte in der
Qualität feststellbar.

"Lebensmittelqualität ist für die Gesundheit wichtig.
Kaufentscheidungen sollten sich daher nicht rein an der Preispolitik
orientieren", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Die AK-Tests
sind vor allem ein Beitrag zu mehr Lebensmittelsicherheit und zur
Erhöhung des Qualitätsbewusstseins bei Erzeugern, beim Handel und bei
den Konsumenten."

Allein seit 1997 hat die AK 1050 Lebensmittelproben
unterschiedlichster Art im Einzelhandel und in Gastronomiebetrieben
gezogen und von der BELAN Ziviltechniker-GmbH analysieren lassen.
Regelmäßig unter die Lupe genommen wurden dabei "Problemprodukte" wie
Grillfleisch, Fertigsalate, halbfertige Salate, frische Salate,
Frischobst, Speiseeis und Sushi.

Die meisten Mängel zeigen sich immer wieder in der
mikrobiologischen (hygienischen) Beschaffenheit der untersuchten
Waren. Die Folge: verdorbene Produkte. Die Ursachen: mangelhafte
Kühlung der Produkte, insbesondere bei der Lagerung im Handel
(besonders häufig beim Grillfleisch), unrealistische Einschätzungen
der Mindesthaltbarkeit der einzelnen Produkte, mangelnde Hygiene bei
der Herstellung sowohl vom Produzenten als auch im Handel
(Fertigsalate, Jausensemmeln), zu wenige Eigenkontrollen.

Ein Vergleich der Testergebnisse aus den letzten Jahren zeigt
deutlich: Vor allem der Handel reagiert positiv auf die AK-Tests. "In
den 90er Jahren bezeichneten Vertreter des Handels unsere
Untersuchungsergebnisse häufig noch als "nicht repräsentativ". In den
letzten Jahren ersuchen uns die Verantwortlichen zunehmend um die
Untersuchungsergebnisse, weil sie laut eigenen Angaben "an einer
Verbesserung der Qualität arbeiten", berichtet AK-Präsident
Kalliauer. Tatsächlich ist auch der Prozentsatz an Proben mit
überhöhter Lagertemperatur seit 2006 merklich gesunken. Manche
Lieferanten mangelhafter Waren sind vom Handel sogar ausgelistet
worden.

Die AK wird ihre Lebensmitteltests auch in Zukunft weiterführen.
Die Ergebnisse sind regelmäßig im Internet abrufbar unter
www.ak-konsumenten.info.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0732) 6906-2192
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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