- 09.09.2010, 11:29:09
- /
- OTS0123 OTW0123
Darabos: Österreich soll sich an neuer schneller UN-Katastrophenhilfstruppe beteiligen
Verteidigungsminister unterstützt UN-Initiative HOPEFOR - "Weltweites Überangebot an militärischen Kräften für Katastrophenhilfe verwenden"
WIEN (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos spricht
sich für eine Teilnahme des Österreichischen Bundesheeres an der
neuen schnellen UN-Katastrophenhilfstruppe HOPEFOR aus. "Die letzten
tragischen Fälle in Haiti und Pakistan haben das Fehlen einer raschen
internationalen Hilfe deutlich gezeigt. Es gibt weltweit ein
Überangebot an militärischen Kräften, die vernünftig und zielführend
für Katastrophenhilfe eingesetzt werden können", so der
Verteidigungsminister. Darabos verweist in dem Zusammenhang auf die
lange Tradition, die Österreich in der humanitären und
Katastrophenhilfe hat. "Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer
Erfahrung einen wertvollen Beitrag zum Aufbau von HOPEFOR beisteuern
können", so der Minister. ****
Über das Konzept einer multinationalen Stand-by-Force für rasche
Katastrophenhilfe mit der Bezeichnung HOPEFOR (= Hope Force) wird
derzeit auf UNO-Ebene und in der EU diskutiert und beraten. Ziel der
Initiative ist es, den raschen Einsatz zivil-militärischer Mittel in
der Katastrophenhilfe zu verbessern. Insbesondere geht es um die
kritischen ersten Wochen nach einer Katastrophe. Dazu soll eine
multinationale stand-by force aufgestellt werden, die auf bestehende
militärische Strukturen/Mittel zurückgreift.
Beteiligende Staaten müssen im Voraus ihre Kräfte einmelden, ähnlich
dem System der EU Battle-Group. Dazu soll es schriftliche
Vereinbarungen geben. Die Kräfte von HOPEFOR sollen innerhalb von
1-3 Tagen in den Einsatzraum verbracht werden u. nach 4-6 Wochen
(also nach Anlaufen größerer internationaler Hilfsanstrengungen) in
die Heimatländer rückverlegt werden.Personelle Unterstützung durch
Österreich könnte über die Katastrophenhilfeeinheit des
Österreichischen Bundesheeres, ADFRU (Austrian Forces Disaster Relief
Unit) erfolgen. AFDRU wurde, aufgrund der bei internationalen
Katastrophenhilfeeinsätzen im In- und Ausland gesammelten
Erfahrungen, 1990 aus der Taufe gehoben und war seit 1997 bereits in
vielen Einsätzen direkt und indirekt erfolgreich. Die Aufgaben von
AFDRU sind vielfältig und richten sich nach dem jeweiligen Einsatz,
die Hauptaufgaben sind aber Such- und Rettungseinsätzen (SAR) in
urbanem Gelände nach Erdbeben, sowie die Trinkwasseraufbereitung nach
Erdbeben und Überflutungen.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
mailto:[email protected]
http://www.bundesheer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA






