- 09.09.2010, 09:21:06
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AktionsGemeinschaft: Studiengebührenmodell der Wissenschaftsministerin ist völlig inakzeptabel
Koalition muss sich endlich auf ausfinanzierte Universitäten einigen
Wien (OTS) - Die derzeitige Diskussion über ein neues
Studiengebührenmodell stößt bei der AktionsGemeinschaft auf tiefe
Irritation: "Es ist absurd, über ein Studiengebührenmodell zu
diskutieren, welches zum einen geradezu ein Aufruf zu
minimalistischer Studiengestaltung ist, zum anderen per se vom
Koalitionspartner abgelehnt wird. Es ist überhaupt mehr als
fragwürdig, ob sich die vorgeschlagenen Studienbeiträge aufgrund des
von ihnen verursachten bürokratischen Chaos überhaupt finanziell
rentieren würden. Während man früher noch davon gesprochen hat, dass
sich Leistung endlich wieder lohnen muss, kommen nun fleißige und
wissbegierige Studierende in dem neuen Modell zum finanziellen
Handkuss" kommentiert Jan-Philipp Schifko, Bundesobmann der
Aktionsgemeinschaft, die aktuelle Debatte.
Um dem Problem der chronisch unterfinanzierten Universitäten
wirkungsvoll zu begegnen, muss sich die Koalition endlich zu
gemeinsamen Maßnahmen durchringen, die sich nicht auf das
gegenseitige Blockieren beschränken. Als mögliche Felder nennt die
AktionsGemeinschaft etwa den Abbau von Doppelgleisigkeiten bei
fachlich verwandten Universitätsinstituten, einem verstärkten
Einbinden von Drittmittelfinanciers aus den Reihen der Wirtschaft und
nicht zuletzt einem zukunftsorientiertem Budget: "Welchen Sinn macht
es, hunderte Millionen Euro in die maroden und von SPÖ-Pfründen
durchsetzen Bundesbahnen zu pumpen, während den Universitäten
dringend benötigtes Geld für die Ausbildung der kommenden
Leistungsträger verwehrt wird?", fragt sich Schifko.
Basierend auf einer Ausfinanzierung der Universitäten muss endlich
auch ein nachhaltiges Stipendienmodell in Kraft treten. Dafür sollen
finanziell besser gestellte Studierende in die Pflicht gebeten
werden: "Bei entsprechender Qualität der Studien sollen sozial
bessergestellte Studierende einen Umverteilungsbeitrag zur
Finanzierung von Stipendien für sozial schlechter gestellte
Studierende leisten", schließt Schifko.
Rückfragehinweis:
Stephan Mlczoch
Pressesprecher der AktionsGemeinschaft
Tel.: 0664 7676031
Mail: [email protected]
Web: www.aktionsgemeinschaft.at
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