OTS0220 / 08.09.2010 / 14:58 / Channel: Wirtschaft / Aussender: ISPA Internet Service Providers Austria
Stichworte: Internet / Technologie / Telekommunikation / Wirtschaft


ISPA sieht TKK-Bescheid für den Breitbandausbau vorsichtig positiv.

Utl.: Feuerprobe für die TKK-Leitentscheidung ist, wie sie tatsächlich umgesetzt wird. =


   Wien (OTS) - Die ISPA, der Verband der österreichischen Internet
Service Provider, beurteilt den gestern veröffentlichten Bescheid
M3/09 der Telekom-Control-Kommission (TKK) vorsichtig positiv. Die
tatsächlichen Auswirkungen für die Branche werden sich erst mit der
konkreten Umsetzung zeigen, erklärt der Generalsekretär der ISPA, Dr.
Andreas Wildberger.
Umsetzung des M3/09 Bescheids ist richtungsweisend für den
Breitbandausbau in Österreich
   "Mit dem gestern veröffentlichten Bescheid M3/09 hat die
Telekom-Control-Kommission (TKK) einen wichtigen Schritt gesetzt, um
den Ausbau der Netzinfrastruktur der nächsten Generation in
Österreich voranzutreiben. An der Umsetzung wird sich zeigen, wie
sich die festgelegten Rahmenbedingungen auf die Möglichkeiten der
alternativen Anbieter auswirken, an diesem Ausbau auch tatsächlich zu
partizipieren.", erklärt ISPA-Generalsekretär Dr. Andreas Wildberger
in einer ersten Reaktion auf den gestern publizierten Bescheid der
Telekom-Control-Kommission. 
   So habe die A1 Telekom AG nun drei Monate Zeit, um
Vorleistungsprodukte wie virtuelle Entbündelung, oder Zugang zu
Leerverrohrung und unbeschalteter Glasfaser anzubieten. Auch die
Vorgaben für Planungsrunden zum Breitbandausbau oder für
Investitionsabgeltungen werden erst in konkreten Ausbauprojekten ihre
Praxistauglichkeit unter Beweis stellen müssen.
Forderungen der ISPA sind eingeflossen
   Eine erste Durchsicht des Bescheids hat ergeben, dass wesentliche
Forderungen der ISPA, wie etwa die Möglichkeit, VDSL ab dem
Hauptverteiler einzurichten, von der TKK aufgegriffen wurden. Weiters
wurde berücksichtigt, dass durch Verzögerungen beim Anbieten von
Vorleistungsprodukten dem marktmächtigen Unternehmen keine zeitlichen
und damit wettbewerbsverzerrenden Vorteile entstehen. Auch der
ursprünglich rein nachrangige Zugang zu unbeschalteter Glasfaser
wurde zugunsten eines wirtschaftlichen Breitbandausbaus aufgeweicht. 
   Offen geblieben sei aus ISPA Sicht hingegen die Forderung nach
einer stärkeren Berücksichtigung von frustrierten Transaktionskosten
von alternativen Betreibern bei einer Abgeltung bereits getätigter
Investitionen, gibt Wildberger zu bedenken.
Verzögerungen bei der Festlegung von Anschalterichtlinien wettmachen
   "In manchen Aspekten hätten wir uns eine raschere Entscheidung
gewünscht" erklärt der ISPA Generalsekretär. ISPA Mitglieder hätten
dann nämlich schnelle Breitbandprodukte auf VDSL-Basis schon früher
anbieten können. Die dafür notwendigen Anschalterichtlinien seien
länger als ein Jahr im Rahmen einer Industriearbeitsgruppe diskutiert
worden, kritisiert Wildberger. 
   "Jetzt ist es wichtig, im fairen Wettbewerb den entstandenen
Zeitverzug wettzumachen und Österreich wieder auf die Überholspur in
punkto Breitbandausbau zu bringen", appelliert der ISPA
Generalsekretär, "Wesentlich dabei ist nicht zuletzt die rigorose
Überwachung der Bescheid-Umsetzung durch die Regulierungsbehörde".
ISPA hat sich im Konsultationsverfahren maßgeblich beteiligt
   Mit dem Bescheid M3/09 setzt die TKK richtungsweisende
Rahmenbedingungen für den Ausbau der Netze der nächsten Generation
(NGN). Die ISPA hat sich als Dachverband der österreichischen
Internet Service Provider im Konsultationsverfahren maßgeblich
beteiligt und ihre Standpunkte und Forderungen in einer
branchenakkordierten Stellungnahme dargelegt.
Über die ISPA
   Die ISPA - Internet Service Providers Austria - ist der
Dachverband der österreichischen Internet Service-Anbieter und wurde
im Jahr 1997 als eingetragener Verein gegründet. Ziel des Verbandes
ist die Förderung des Internets in Österreich und die Unterstützung
der Anliegen und Interessen von rund 200 Mitgliedern gegenüber
Regierung, Behörden und anderen Institutionen, Verbänden und Gremien.
Die ISPA vertritt Mitglieder aus Bereichen wie Access, Services,
Hosting und Content und fördert die Kommunikation der Marktteilnehmer
untereinander.
Rückfragehinweis:
   ISPA Internet Service Providers Austria
   Mag. Edith Michaeler
   Tel.: 014095576
   edith.michaeler@ispa.at
   www.ispa.at
	
							
												
							
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