Wien (OTS) - Gleich nach Bekanntwerden der Entscheidung der
deutschen Regierung, die AKW-Laufzeiten zu verlängern, hat
Umweltminister Niki Berlakovich sein Unverständnis für die
Entscheidung Deutschlands offen ausgesprochen. Sein internationales
Engagement, für eine Zukunft ohne Atomkraftwerke und die Forcierung
erneuerbarer Energien zu kämpfen, bleibt ungebrochen: Im Rahmen des
bilateralen Nuklearinformationsabkommens zwischen Deutschland und
Österreich hat Berlakovich eine außerordentliche Sitzung urgiert.
"Für uns sind noch einige Fragen offen. Zum Beispiel, welche
Auswirkungen sich für Österreich ergeben, speziell im Hinblick auf
die grenznahen Kernreaktoren oder wie es um die sicherheitstechnische
Nachrüstung bestellt ist. Deutschland muss uns Rede und Antwort
stehen. Mir geht es um die maximale Sicherheit der Bevölkerung und
die intelligente Nutzung natürlicher Ressourcen", betont Berlakovich.
Wenngleich Energiefragen nationale Angelegenheit sind, macht
radioaktive Strahlung vor Grenzen nicht Halt, betont der
Umweltminister. "Energie und Klimaschutz sind globale Fragen. Es
müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um gemeinsam -
länderübergreifend - in eine saubere Zukunft der Energiegewinnung zu
gehen. Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien. Klar ist:
Atomkraft ist keine Antwort auf den Klimawandel. Sie ist keine
nachhaltige Form, um den CO2-Ausstoss zu verringern. In diesem Punkt
kann sich Deutschland an Österreich ein Beispiel nehmen", schließt
Berlakovich.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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OTS0150 2010-09-08/12:17
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