OTS0131 / 08.09.2010 / 11:41 / Channel: Chronik / Aussender: PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
Stichworte: Biologisch / Pflanzen / Umwelt


Sima eröffnet ersten biologischen Pflanzenschutzlehrpfad in Wien =


   Wien (OTS) - "Die Stadt Wien setzt seit langem auf eine
Zusammenarbeit mit biohelp, weil der Einsatz von Nützlingen gegen
Schädlinge die Verwendung chemischer Mittel überflüssig macht", sagte
Umweltstadträtin Sima anlässlich der heutigen Eröffnung des ersten
Lehrpfades für biologischen Pflanzenschutz am Gelände der Firma
biohelp in Wien Simmering. 
"Die Vorteile des biologischen Pflanzenschutzes für die Umwelt liegen
klar auf der Hand: Bei der Bekämpfung von Schädlingen durch Nützlinge
kann auf die "chemische Keule" verzichtet werden, und es kommt zu
keiner Resistenzbildung. Der Einsatz von Nützlingen ist für Mensch,
Tier und Pflanze somit völlig unbedenklich", ergänzte Sima. "Am 
Weingut  Cobenzl haben wir mit biohelp bei der biologischen
Schädlingsbekämpfung beste Erfahrungen gemacht. Auch die Wiener
Gärtnerinnen und Gärtner setzen schon seit langem auf biologischen
Pflanzenschutz. Ich freue mich, dass die Vielfalt dieser Maßnahmen
nun auch auf einem eigenen Lehrpfad für die Wienerinnen und Wiener
anschaulich dargestellt wird", sagte Sima. 
biohelp: Seit über 20 Jahren Vorreiter beim biologischen
Pflanzenschutz
   Mit der Methode "Nützlinge gegen Schädlinge" hat die Firma biohelp
vor mehr als 20 Jahren ihre Arbeit begonnen und sich zum
österreichischen Kompetenzzentrum für biologische
Pflanzenschutzlösungen entwickelt. In der Landwirtschaft sind
biologische Pflanzenschutzmaßnahmen bereits unentbehrlich. Um die
Vorteile des biologischen Pflanzenschutz auch der breiten
Öffentlichkeit bekannter zu machen will biohelp, als Vorreiter auf
diesem Gebiet, mit dem heute eröffneten biologischen
Pflanzenschutzlehrpfad vor allem auch interessierte Laien
informieren. Für Michael Groß, Geschäftsführer von biohelp, ist es
"beeindruckend, wie sehr sich die Methoden des "Fressen und gefressen
werden" oder der Einsatz von "Insektenparfums"(Pheromonen) zum Schutz
von landwirtschaftlichen Kulturen einsetzen lassen." Groß ergänzte,
dass "Vertrauen und Innovationsbereitschaft der Landwirtschaft"
Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung dieser Techniken
gewesen wären. 
Spannende Infos zum biologischen Pflanzenschutz auf 1.500 m2
   BesucherInnen erhalten auf einer Fläche von 1500 m2, die in 20
Stationen unterteilt ist, interessante Infos rund um den biologischen
Pflanzenschutz: Der Nützlingseinsatz im Gartenbau, die
"Verwirrungstechnik" im Obst- und Weinbau, die "biologische Imkerei"
und die biologische Stechmückenbekämpfung oder die Anwendung von
Pflanzeninhaltsstoffen und Insektenpathogenen sind nur einige der
vielen, spannenden Themen der 20 Stationen. BesucherInnen erfahren
etwa, dass mit dem Einsatz von Nützlingen in Erwerbsgärtnereien die
Verwendung chemischer Insektizide um 90 % reduziert werden konnte.
Viele dieser Lösungen werden ständig für den Einsatz in Schau- und
Privatgärten weiterentwickelt. 
Die wichtigsten Themen des biologischen Pflanzenschutzes werden auch
unter den fachlichen Überbegriffen (Mikro-, Makroorganismen,
pflanzliche Inhaltsstoffe und Pheromone) erläutert. Neben technischen
Informationen werden auch zahlreiche Referenzprojekte, welche die
Bedeutung des biologischen Pflanzenschutzes dokumentieren,
präsentiert.
Lehrpfad als Ausbildungsstätte
   Zukünftig soll dieser Lehrpfad auch als Ausbildungsstätte für
LandwirtInnen,  StudentInnen, Schulen, Kindergärten und natürlich
allen Kunden von biohelp dienen und somit der breiten Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden. Für  2011 sind auch eine virtuelle
Begehung des Lehrpfades über die biohelp-Homepage, sowie
Info-Broschüren geplant.
Weingut Cobenzl: Langjährige Zusammenarbeit mit biohelp
   Das Weingut Cobenzl setzt mit biohelp bereits seit Jahren
erfolgreich auf biologische Schädlingsbekämpfung. So wird zum
Beispiel der Traubenwickler, ein gefürchteter Schädling im Weinbau,
nicht mit herkömmlichen Insektiziden, sondern mittels so genannter
Verwirrungstechnik bekämpft.
Bei dieser Methode wird das Pheromon des Schadschmetterlings mit
Hilfe von Dispensern gleichmäßig im Weingarten verteilt. Die
vorhandenen oder einfliegenden Männchen sind dadurch nicht mehr in
der Lage, die Weibchen aufzuspüren, da sie sich in der großen
Duftwolke (für den Menschen überhaupt nicht wahrnehmbar und völlig
ungefährlich) nicht mehr orientieren können. So unterbleibt der
Raupenschlupf und die Weintrauben können ohne Schädlingsbefall
heranreifen.
"Mittlerweile wird die Verwirrungstechnik in Wien auf rund 300 Hektar
Weingärten eingesetzt - das ist beinahe die Hälfte des gesamten
Weinbaugebiets. Für die Wiener Winzerinnen und Winzer bedeutet das
effizienten und umweltschonenden Pflanzenschutz; für den Wiener Wein
heißt das gesunde und rückstandsfreie Trauben", sagte
Umweltstadträtin und Agrarlandesrätin Sima abschließend. 
   rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder
Rückfragehinweis:
~
   Mag. Johannes Angerer
   Mediensprecher 
   Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima
   
   Rathaus
   1082 Wien
   Tel.:    +43 1 4000 81359
   Mobil:   +43 676 8118 81 359
   E-Mail:  johannes.angerer@wien.gv.at
   www.natuerlich.wien.at
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