- 08.09.2010, 10:40:11
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www.farbe-bekennen.at: Ärztekammer startet umfassenden gesundheitspolitischen Dialog
Informationsmaterial in den Ordinationen und Diskussionsrunden mit den vier Spitzenkandidaten
Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer nützt die kommenden
Landtagswahlen am 10. Oktober 2010, um das Thema Gesundheit verstärkt
in die öffentliche und politische Diskussion einzubringen. In den
Ordinationen liegen Folder mit den wichtigsten gesundheitspolitischen
Statements der im Wiener Landtag vertretenden vier Parteien auf.
Zudem gibt es Diskussionsrunden mit den jeweiligen Spitzenkandidaten.
Auch ein "Forderungs- und Ideenkatalog" wurde heute, Mittwoch, den
Parteivorsitzenden übergeben. ****
Sämtliche Aktionen firmieren unter dem Titel "farbe bekennen -
ärzte fragen. politiker antworten." Ziel ist es dabei, die
gesundheitspolitischen Aspekte der jeweiligen Wahlprogramme
herauszuarbeiten und sowohl der Ärzteschaft als auch der breiten
Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen.
"Aus vielen Umfragen wissen wir, dass das Thema Gesundheit ein
sehr wichtiges für die Menschen ist", betont der Präsident der Wiener
und der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner. Viele Wiener
würden aufgrund gesundheitspolitischer Positionen entscheiden,
welcher Partei sie am 10. Oktober ihre Stimme geben. "Deshalb haben
wir uns bemüht, den Ärzten und Patienten gleichermaßen einen
Überblick darüber zu geben, wie die Parteien über die Zukunft des
Wiener Gesundheitssystems denken und welche Pläne sie dafür in ihren
politischen Schubladen haben."
Die Zeit knapp vor den Wahlen sei bewusst gewählt worden. Dorner:
"In etwas mehr als einem Monat werden die politischen Karten in Wien
neu gemischt. Wir alle können mit unserer Stimme bei dieser Wahl auch
mitentscheiden, wie unsere Gesundheitsversorgung in Zukunft aussehen
wird."
Aufgrund des Großstadtfaktors sei das Wiener Gesundheitssystem mit
besonderen Herausforderungen konfrontiert. Dorner nennt hier
insbesondere die Finanzmisere der Wiener Gebietskrankenkasse,
Mangelversorgungen vor allem im niedergelassenen kinder- und
jugendpsychiatrischen Bereich sowie die Probleme rund um den
verstärkten Drogenmissbrauch in der Bundeshauptstadt. Auch die
demografische Entwicklung sowie die durch den hohen Anteil von
Immigranten bedingten medizinischen Probleme kämen in Wien deutlich
stärker zum Tragen als beispielsweise in den ländlichen Gebieten.
Dorner: "In Wien ist die Qualität der medizinischen Versorgung
unbestritten hoch. Trotzdem gibt es offene Fragen, denen wir uns
gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen stellen müssen, damit
dies auch in Zukunft so bleibt." Es sei wichtig, trotz aller
positiver Errungenschaften auch die Probleme auf den Tisch zu legen,
"und wann ist ein besser Zeitpunkt dafür als kurz vor Wahlen, wo das
Interesse an Problemlösungen bei allen Parteien ein deutlich größeres
ist als in wahlfreien Zeiten?".
Welche Farbe ist gesund für Wien?
Seit Kurzem liegen daher in allen Wiener Ordinationen Folder auf,
in denen die wichtigsten gesundheitspolitischen Positionen von SPÖ,
ÖVP, Grünen und FPÖ dargelegt sind. Insgesamt zehn Fragen hat die
Ärztekammer an die Spitzenkandidaten gestellt, die alle wesentlichen
Bereiche wie Reformnotwendigkeiten, Krankenkassenentschuldung,
demografische Herausforderungen, Forcierung der extramuralen
Versorgung, Aufwertung des Hausarztes sowie die überbordende
Bürokratie betreffen. Dorner: "Wir haben die Parteien dazu gebracht,
eindeutig Farbe zum Gesundheitssystem zu bekennen."
Geplant sind weiters öffentliche Diskussionsrunden mit den
jeweiligen Spitzenkandidaten. Den Anfang macht FPÖ-Obmann
Heinz-Christian Strache, der sich heute, Mittwoch, den Fragen von
Ärztekammer-Vizepräsident Thomas Szekeres stellt. Ihm folgt die
Klubobfrau der Grünen, Maria Vassilakou, am 16. September 2010, die
mit Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart diskutieren wird. Am
21. September 2010 spricht dann wiederum Thomas Szekeres mit der
Spitzenkandidatin der ÖVP, Staatssekretärin Christine Marek. Den
Abschluss bildet SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely mit Johannes
Steinhart am 29. September 2010.
Alle vier Veranstaltungen finden in der Kunsthalle im
Museumsquartier statt. Beginn ist jeweils 19.00 Uhr (Christine Marek:
20.00 Uhr). Politisch Interessierten bietet die Ärztekammer dazu ein
besonderes Zuckerl an: Alle vier Diskussionen werden via Internet auf
www.farbe-bekennen.at live übertragen. (hpp)
(Forts.)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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